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TW Sports
5 Fragen an Martin Stolzenberger von Bergzeit

„Wir steuern Ware später ein“

Bergzeit
Martin Stolzenberger, Geschäftsführer von Bergzeit: "Nach wie vor sehr starkes Wachstum verzeichnen wir zum Beispiel beim Indoor-Klettern. Darauf werden wir weiter stark setzen."
Martin Stolzenberger, Geschäftsführer von Bergzeit: "Nach wie vor sehr starkes Wachstum verzeichnen wir zum Beispiel beim Indoor-Klettern. Darauf werden wir weiter stark setzen."

Das vergangene Jahr war anspruchsvoll, auch für den Outdoor-Handel. Bergzeit hat 2018 dennoch ein ordentliches Wachstum erzielt. Die TW hat mit Geschäftsführer Martin Stolzenberger über seine Strategie gesprochen. Wie geht er ins neue Jahr? Auf welche Themen setzt er? Und wie läuft die Kooperation mit den Lieferanten?

TextilWirtschaft:
Wie war 2018 für Bergzeit?
Martin Stolzenberger:
Wir sind insgesamt über 20% gewachsen.

Welche Kategorien oder Lieferanten stechen heraus?
Nach wie vor sehr starkes Wachstum verzeichnen wir zum Beispiel beim Indoor-Klettern. Darauf werden wir weiter stark setzen. Außerdem auf Marken abseits der ganz Großen. Zum Beispiel Maloja in der Mode oder auch Martini und La Sportiva. Eine Sportart, die extrem gut funktioniert, ist Langlauf, das machen wir seit zwei Jahren und werden das sicherlich überproportional ausbauen. Darüber hinaus ist auch der Bereich Sneaker sehr gut, also alltagstaugliche Multifunktionsschuhe, wie etwa Scarpa sie schon lange macht.

Wie läuft Outdoor-Textil?
Auch da wachsen wir stark, auch im modischen Bereich. Mittlerweile machen ja viele der Lieferanten auch „Mode“, zum Beispiel Mammut und Arc’teryx, aber auch Labels wie Almgwand. Ein Feld, das weniger unter Preisdruck steht als Hartwaren.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Zwischenkollektion von Salewa gemacht?
Das hat sehr gut funktioniert. Man kann im Juli, August sehr gut neue Ware in neuen Farben verkaufen, wenn die wieder durchsortiert ist. Wir werden die Ware aber dieses Jahr etwas später einsteuern.
"Wir müssen überraschen"
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Über welche Themen sprechen Sie besonders intensiv mit Ihren Lieferanten?
Für uns ist das Thema Verfügbarkeit entscheidend. Und da sind wir nicht willens, das ganze Risiko alleine zu tragen. Wir reden also über Block-Aufträge, reservierte Ware und Möglichkeiten der besseren Nachverfügbarkeit von Basics und Durchläufern. Ein weiteres wichtiges Thema sind personalisierte Marketing-Kooperationen. Wir haben ab Herbst keinen klassischen Print-Katalog mehr und arbeiten an verschiedenen Kooperationen mit den Lieferanten. Bisher sind noch nicht viele Lieferanten auf die speziellen Anforderungen des Online-Geschäfts eingestellt.

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