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Active-Linie der Luxusmarke

Plein Sport kommt 2022 zurück

Steven Klein
Will es im Sport nochmal wissen: Philipp Plein
Will es im Sport nochmal wissen: Philipp Plein

Philipp Plein wagt den zweiten Anlauf im Sport. 2016 legte der deutsche Modeunternehmer seine Active-Linie auf. Doch nach drei Jahren musste er sie einstellen. Nicht zuletzt wegen eines Markenrechtsstreits mit Puma. Jetzt probiert er es mit einem neuen Raubkatzenlogo nochmal und sagt selbstbewusst: "Wir wecken den Tiger auf.“

Philipp Plein bringt Plein Sport zurück. Nachdem der deutsche Designer die Active-Linie eingestellt und in die Hauptkollektion integriert hatte, gliedert er sie 2022 wieder aus. Die Orderkampagne beginnt im Januar. Im Februar wird Plein Sport auf der Mailänder Womenswear-Woche defilieren. Im März beginnt die Kommunikationsoffensive. Der Verkaufsstart ist für April geplant.

Mailand Fashion Week: Philipp Plein F/S 2022



"Die Sportmarken attackieren die Luxusmarken. Es gibt aber nur wenige Luxusmarken, die im Sport loslegen", sagte Plein am Mittwochabend in seinem neuen Mailänder Showroom in der Via Burlamacchi, in dem zuvor Bikkembergs Mieter war. "Ich kann mir vorstellen, dass Plein Sport größer werden kann als Philipp Plein", sagte der Designer, der dieses Jahr einen Umsatz von 200 Mio. Euro anpeilt.

Für Philipp Plein ist es im Sportsegment der zweite Anlauf. 2016 probierte er es zum ersten Mal mit Plein Sport. Er expandierte in hohem Tempo und eröffnete auch eigene Läden. Doch nach anfänglichen Erfolgen häuften sich die Rückschläge. Im Herbst 2019 stellte er die Linie ein.

Besonders schwer wog der Markenstreit mit Puma. Der Sportartikelhersteller störte sich an dem Logo von Plein Sport, das eine springende Raubkatze darstellte, und ging juristisch vor. Plein war gezwungen, die Produkte mit dem Logo in wichtigen Märkten wie Deutschland aus dem Verkauf zu nehmen. Das neue Logo von Plein Sport ist ein Tiger, der frontal gezeigt wird.

Store des Tages Frühjahr 2021: Philipp Plein in Frankfurt



Plein Sport sei keine Zweitlinie, sagte Plein. "Wir werden Philipp Plein nicht kannibalisieren." Die Active-Linie verzichte auf das Symbol des Totenschädels, auf Tailoring, auf Denim, auf Leder und auf Pelze sowie auf Glitzerapplikationen. Stattdessen drehe sich alles um Performance. "Mit den Sneakern von Plein Sport kannst du auch eine Goldmedaille gewinnen", sagte Plein.

Die T-Shirts sollen 150 bis 298 Euro VK kosten. Die Sneaker sind bei 198 bis 550 Euro, die Tracksuits bei 450 bis 950 Euro und die Outerwear bei 350 bis 970 Euro VK angesetzt. Den Vertrieb in Deutschland und Österreich wird voraussichtlich die Agentur von Christian Teufl übernehmen, der Marken wie Karl Lagerfeld und Furla in seinem Portfolio hat.


Um die Linie zu bewerben, wird Plein auch im Sportsponsoring mitmischen. Allerdings wird er sich auf Extremsportarten konzentrieren. "Adidas und Nike geben Milliarden aus. Da können wir nicht mithalten", sagte Plein. "Einen Ronaldo können wir uns nicht leisten. Wir werden die sponsern, die niemand sponsern will." Mittelfristig denkt er darüber nach, Fitnessstudios zu eröffnen und Nahrungsergänzungsmittel unter Plein Sport auf den Markt zu bringen. "Ich bin ein Meister darin, Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Erwartet das Unerwartete."
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