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Adidas, Salomon und Sympatex arbeiten an nächster Recycling-Generation

Nächste Runde für den Loop

Adidas
Aus weiß wird blau: der alte und der neue FutureCraft Loop von Adidas
Aus weiß wird blau: der alte und der neue FutureCraft Loop von Adidas

Adidas präsentiert heute die zweite Generation des FutureCraft Loop, einem zu 100% recycelbaren Running-Schuh. Gefertigt wurde er zum Teil aus recycelten Materialen des ersten Modells, das von April bis Mai bei 200 Testern im Einsatz war. Diese erhalten nun auch den Nachfolger-Schuh.

Der Sportartikelkonzern bekräftigt das Ziel, den FutureCraft Loop Sommer 2021 auf den Markt zu bringen. Als eine der größten Hürden habe sich während dieses ersten Testlaufs die Rückgabe erwiesen, heißt es. Das Schaffen einer entsprechenden Infrastruktur ist grundsätzlich eine der größten Herausforderungen. Adidas erhofft sich unter anderem von dem Infinite Play-Launch in UK Erkenntnisse darüber, auf welchen Wegen Kunden Produkte zurückgeben möchten.

Auch der französische Outdoor-Spezialist Salomon stellte Details seines Nachhaltigkeitsprogramms Play Minded vor. Im Rahmen der Eröffnung des Münchner Stores präsentierte Salomon das Konzept für einen Laufschuh, der komplett in eine Skischuhschale recycelt werden kann. Der „Konzeptschuh“ besteht zu 100% aus thermoplastischem Polyurethan (TPU), das am Ende seiner Lebensdauer zerkleinert, mit Originalmaterial gemischt und zur Herstellung einer Schale für Alpinskischuhe verwendet werden kann.

Aus Laufschuh wird Skischuh: Salomon stellte bei der Store-Eröffnung in München seinen ersten vollständig recycelbaren Laufschuh vor.
Salomon
Aus Laufschuh wird Skischuh: Salomon stellte bei der Store-Eröffnung in München seinen ersten vollständig recycelbaren Laufschuh vor.

Das Schuhteam arbeite daran, Teilbereiche dieses Konzepts bei Laufschuhen umzusetzen, die ebenfalls ab 2021 erhältlich sein sollen. Bis 2025 will Salomon 100% seiner neuen Produkte nach einem oder mehreren Grundsätzen für Kreislaufwirtschaft entwickeln. Weitere Ziele, die in dem Play Minded-Programm festgeschrieben sind, sind die Reduzierung von CO2-Emissionen um 30% bis 2030, PFC-Freiheit bis 2023 und eine Recycling-Quote von 70% der Abfälle bis 2025.


Der Münchner Funktionsspezialist Sympatex baut den Anteil sortenreiner, recycelter Polyester-Membrane weiter aus. Wie das Unternehmen im Rahmen der aktuell laufenden Performance Days mitteilt, machen diese Membrane bereits 80% des Bekleidungs-Portfolios aus. Sympatex ist Gründungsmitglied der Europäischen Industriepartnerschaft wear2wear, die u.a. daran arbeitet, gebrauchte Polyestergewebe zurück in den Textilkreislauf zu bringen.


„In Deutschland werden circa 70 % der alten Bekleidung von den unterschiedlichen Sammel-Organisationen eingesammelt und sortiert. In Europa sind die Werte niedriger, aber liegen auch in der Regel bei etwa 50 %. Hier liegt ein riesiges Potenzial für unsere Bekleidungsindustrie, den Bekleidungskreislauf zügig zu schließen und somit wertvolle Rohmaterialien zurückzugewinnen“, erklärt Sympatex-Chef Rüdiger Fox. „Die Voraussetzung hierfür kann und muss unsere Industrie gemeinsam schaffen. Da etwa 50 % der Textilien unserer gesamten Industrie aus Polyester hergestellt werden, ist es naheliegend, möglichst sortenreine Materialien zu verwenden, um diese als erstes zirkulär zu gewinnen. Eine Vision, die gemeinsam mit allen wear2wear Partnern schon jetzt Realität werden kann“, ergänzt Fox.
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