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Asien-Expansion

Signa Sports United schmiedet Allianz mit asiatischen Handelsriesen

"Wir bündeln unsere Kräfte, um in den Online-Handel mit Sportartikeln in Asien einzusteigen", erklärt Signa Sports United-Geschäftsführer Stephan Zoll.
"Wir bündeln unsere Kräfte, um in den Online-Handel mit Sportartikeln in Asien einzusteigen", erklärt Signa Sports United-Geschäftsführer Stephan Zoll.

Die Ziele der Signa Sports United sind hoch gesteckt. Langfristig will das Unternehmen zur weltweit führenden E-Commerce-Plattform im Sportsegment aufsteigen. Einen Meilenstein in diesem Bestreben bildet nun die strategische Partnerschaft mit Aeon und der Central Group. Beide gehören zu den größten Einzelhandelsunternehmen im asiatischen Markt und betreiben laut Signa Sports United auch die größten Einkaufszentren. Ob mit dem Schritt die Pläne für einen möglichen Börsengang von Signa Sports United vom Tisch sind, ist unklar.

Aeon gilt als führender Retailer in Japan und ist darüber hinaus in 13 weiteren asiatischen Ländern mit über 21.000 Verkaufsstellen aktiv. Die Central Group ist ein multinationaler Einzelhandels-, Immobilien- und Gastronomie-Konzern, der insbesondere in Südostasien beziehungsweise in Thailand und Vietnam tätig ist. Zum Unternehmensportfolio gehört auch der Sporthändler Supersports, der in besagten Märkten zu den wichtigsten Playern am Markt zählt.

Aeon und die Central Group haben nun im Rahmen einer Kapitalerhöhung 7,5% beziehungsweise 4% an Signa Sports United erworben. Die daraus hervorgehenden Erträge sollen komplett in weiteres Wachstum der Signa Sports United-Plattform fließen. Es dürfte sich um zweistellige Millionenbeträge handeln. Darüber hinaus sieht die strategische Partnerschaft den langfristigen Aufbau einer "führenden E-Commerce-Plattform für das Sportsegment in Asien" vor.

"Für unser Unternehmen ist das ein bedeutender strategischer Schritt nach vorne. Beide Partner sind in ihren jeweiligen Heimatmärkten führend und nun bündeln wir unsere Kräfte, um in den Online-Handel mit Sportartikeln in Asien einzusteigen", erklärt Stephan Zoll, Geschäftsführer von Signa Sports United. Asien war offenbar schon länger auf dem Radar der Österreicher. So ist etwa die Website der Gruppe, die seit vergangenem Sommer unter dem Namen Signa Sports United aktiv ist, nicht nur in deutscher und englischer Sprache verfügbar, sondern auch auf Chinesisch. Für Aeon kommt die Allianz im Hinblick auf die bevorstehenden Olympischen Sommerspiele in Tokio im Jahr 2020 "genau rechtzeitig", wie CEO Motoya Okada betont. "Der Online-Markt für Sportartikel in unserer Region wird sich in den kommenden fünf Jahren mehr als verdoppeln. Die Partnerschaft mit Signa Sports United wird entscheidend dazu beitragen, unseren Anteil am asiatischen Sportmarkt im Online-Bereich zu erhöhen und die digitale Transformation von Aeon gemäß unserer Strategie zu forcieren."

Tos Chirathviat, CEO der Central Group, spricht von einer "einmaligen Chance". Die Partnerschaft mit Signa Sports United werde seinem Unternehmen den Zugang zu erstklassigem Know-how im Online-Segment, modernster Technologie und exzellenten Eigenmarken in einigen der wichtigsten Sportarten für die eigene Märkte ermöglichen. Beide Unternehmen arbeiten bereits seit Jahren in der KaDeWe Group zusammen: Dort hält Central Group die Mehrheit und Signa Sports United-Mutter Signa die Minderheit.

Die Signa Sports United ist im Hinblick auf Online-Technologie und Umsatz nach eigenen Angaben die führende E-Commerce-Plattform im europäischen Sportmarkt. Zu ihr gehören die Retail-Formate Internetstores (Radsport und Outdoor), Tennis-Point (Tennis), Outfitter (Teamsport) und Stylefile (Lifestyle).

Nach eigenen Angaben steigerte Signa Sports United seine Umsätze zwischen September 2017 und September 2018 um "über 20%" auf rund 450 Mio. Euro.

Signa, bereits Eigentümer von Karstadt, hatte im November im neuen Warenhaus-Joint-Venture mit Galeria Kaufhof  die operative Führung sowie die Hälfte der Immobilien übernommen und bezahlt dafür einen Milliarden-Betrag.
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