Dodenhof baut sein Sport-Angebot aus und holt Decathlon als neuen Mieter ins Shopping-Center. Center-Manager Sönke Nieswandt sagt, warum.


TextilWirtschaft: Sie holen Decathlon nach Posthausen, obwohl Dodenhof selbst ein 6000m² großes Sporthaus betreibt. Warum?

Sönke Nieswandt: Wir holen ja nicht nur Decathlon ins Center, sondern bauen das Sport-Angebot insgesamt aus – unter anderem auch mit dem Fitnessstudio Easyfitness. Denn wir haben erkannt, dass wir als Standort in der Peripherie Säulen definieren müssen, die über das Anbieten von Produkten zu einem bestimmten Preis hinausgehen. Decathlon ist ein interessanter Partner im Discount-Bereich. Wir bewegen uns mit dem Sporthaus aufgrund des breiten Fach- und Markensortiments preislich eher in der oberen Mitte und können nicht alle sportaffinen Themen selbst abdecken.


Haben Sie keine Angst vor Kannibalisierung?
Nein, überhaupt nicht. Wir sehen Decathlon am Standort als Ergänzung unseres Fachsortiments um Einsteigspreislagen. Denn wir wollen jeden Kunden bedienen, egal wie sein Portemonnaie aussieht. Vor allem für junge Familien ist das Angebot attraktiv. Ich selbst habe kürzlich spontan Bodyboards für Kinder gesucht, die wir im Haus nicht in der Tiefe anbieten können wie Decathlon. Und dann holen wir doch diesen Anbieter lieber auf eine 1800m² große Fläche ins Center, bevor er sich ein paar Kilometer weiter auf 4000m² ansiedelt. So können wir von Synergie-Effekten profitieren, wenn das Adidas-Trikot dann bei uns im Sporthaus gekauft wird.


War der überschaubare Anteil an Fremdmarken bei Decathlon entscheidend?
Ja, definitiv. Der Eigenmarken-Anteil von 80 bis 85% macht Decathlon für uns sehr attraktiv. Die Franzosen sind keine Brand Destroyer.
Lesen Sie auch
Sporthandel

Decathlon zieht bei Dodenhof ein

Decathlon wächst durch neue Flächen.
Expansionsstrategie

Decathlon: Mehr als 17000m² neue Verkaufsfläche

Decathlon wächst durch neue Flächen.
Sportfachhandel

Decathlon steigert Umsatz um 4%

Decathlon
Unternehmen

Decathlon zieht zu C&A

Decathlon