Sportartikelhersteller Adidas und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben ihre Zusammenarbeit bis 2026 besiegelt. Am Tag nach dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Peru (2:1) gaben Adidas-Chef Kasper Rorsted und DFB-Präsident Reinhard Grindel bekannt, dass der bis 2022 laufende Vertrag vorzeitig um weitere vier Jahre verlängert wird. Damit bleibt Adidas über die Europameisterschaft 2024 hinaus offizieller Generalausrüster des weltgrößten Sportverbandes. "Für uns ist das die wichtigste Partnerschaft der Welt", so Rorsted. "Der DFB und Adidas gehören einfach zusammen." Grindel betont die Bedeutung dieser langfristigen Partnerschaft auch im Hinblick auf die Bewerbung Deutschlands um die EURO 2024 und das Signal an die UEFA, "dass wir wirtschaftlich auf lange Sicht solide aufgestellt sind".


Wie viel Adidas dem DFB dafür jährlich überweisen wird, dazu gibt es aus Herzogenaurach keinen Kommentar. Vor zwei Jahren sah das anders aus: Der damalige Vorstandschef Herbert Hainer sprach von 50 Mio. Euro im Jahr, die sich Adidas die Vertragsverlängerung mit dem amtierenden Weltmeister kosten ließ. Er hätte den Vertrag auch schon 2016 gerne über 2022 hinaus verlängert.


Die nach dem blamablen WM-Vorrunden-Aus der Deutschen verbesserte Verhandlungsposition von Adidas klingt in diesen Worten Grindels durch: "Mit dem Weltmeister jubeln, mit dem Weltmeister einen Vertrag zu verlängern, das ist nichts Besonderes. Aber in einer schwierigeren sportlichen Lage dem DFB deutlich zu machen, wir glauben an Euren Verband und Eure Nationalmannschaft (...) das ist ein ganz deutliches Zeichen des Vertrauens."


Laut Rorsted unterstreicht gerade der Zeitpunkt die "einzigartige Sponsoring-Philosophie" des Unternehmens: "Wir stehen zu unseren langjährigen Partnern - und zwar gerade dann, wenn es wichtig ist." Insgesamt reduziert Adidas den Anteil der Sponsoring-Partnerschaften an den Marketingausgaben sowie die Gesamtzahl der Partner. Noch wird nahezu die Hälfte der Marketing-Investitionen für das Sponsoring von Sportveranstaltungen, Verbänden, Ligen, Vereinen und Sportlern aufgewendet. Dieser Anteil soll bis 2020 auf unter 45% reduziert werden. Im Fokus stehen nur noch Events von globaler Bedeutung, bedeutende Persönlichkeiten des Sports und herausragende Teams. In der Bundesliga läuft in dieser Saison nur noch der FC Bayern in Adidas-Trikots auf.
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