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Behauptet in schwierigem Marktumfeld

Intersport wächst wieder

Intersport

Der Intersport-Verbund wächst wieder. Die rund 900 deutschen Intersport-Händler erzielten 2019 in 1452 Geschäften einen Außenumsatz von 2,94 Mrd. Euro und damit 3% mehr als im Vorjahr. Damit sieht CEO Alexander von Preen die Gruppe „auf dem richtigen Weg“. Im vergangenen Jahr musste er — wenige Monate nach seinem Amtsantritt — einen Umsatzrückgang der deutschen Intersport-Händler verkünden.


Der deutsche Markt ist der mit Abstand größte in dem Fünf-Länder-Verbund, zu dem außerdem Österreich, Ungarn, Tschechien und die Slowakei gehören. Auch der Fünf-Länder-Verbund erzielte 2019 ein Plus von 3%. Das entspricht einem Einzelhandelsvolumen von 3,63 Mrd. Euro. Die österreichischen Intersport-Händler setzen insgesamt rund 600 Mio. Euro um (+4%).

„In einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld haben sich unsere Händler hervorragend behauptet. Wir sind mit unserer Strategie ‚Best in Sports‘ auf dem richtigen Weg. Das zeigen die positiven Umsatzzahlen, die uns Rückenwind für unsere Transformation zu einer dienstleistungsorientierten Händlerorganisation geben“, sagt CEO Alexander von Preen.

Im Jahresverlauf trugen vor allem der schneereiche Januar (plus 14%) und der starke Auftakt in die Herbst-Winter-Saison im Oktober und November (jeweils plus 8%) zu dem positiven Ergebnis bei, das von dem schwachen Dezember (minus 5%) allerdings einen Dämpfer erhielt.



Bezogen auf die Kategorien sind es vor allem die sogenannten Fokuskategorien, mit denen Intersport im Fünf-Länder-Verbund wächst: Wintersport wächst um 4%, Outdoor um 6% und Training um 7%. Running schafft ein zweistelliges Wachstum mit plus 10%. Positiv entwickelt haben sich zudem Bike (+13%) sowie Racket Sport (+8%). Das fehlende sportliche Großereignis einer Fußball-WM oder –EM schlägt sich im sogenannten Non-Event-Jahr 2019 insbesondere im Segment Teamsport mit -11% nieder.

Dem positiven Ergebnis für 2019 zum Trotz – das Marktumfeld bleibt herausfordernd. Der Markt wird sich weiter konsolidieren, davon ist auch die Intersport-Führung überzeugt. „In zehn Jahren wird es vielleicht noch fünf, sechs Player geben“, so Intersport-COO Mathias Boenke kürzlich im TW-Interview. „Wir treten dafür an, mit Intersport als ‚Best in Sports‘ 25% der Konsumenten mit einem überzeugenden Angebot abzuholen.“

Anfang des Jahres fiel hierzulande der Startschuss für den Einstieg von Intersport in TV-Werbung. „Für uns ist die Investition in die Marke Intersport von zentraler Bedeutung. Die 360°-Kampagne bietet unseren Händlern eine perfekte nationale Bühne, die sie dann lokal bei sich verlängern können“, erklärt Boenke, der im Vorstand der Intersport für die Häuser verantwortlich ist, die mit Intersport gebrandet sind.

Dem Kunden müsse auf allen Kanälen das beste Produkt mit der besten Beratung und dem besten Service zum besten Preis-Leistungsverhältnis bereitgestellt werden, so Boenke weiter. Dazu fokussiert sich Intersport künftig stärker auf bestimmte Kategorien. Ziel ist es, in der jeweiligen Fokuskategorie mindestens auf dem gleichen Niveau zu sein wie der sogenannte Category Leader bzw. Spezialist an dem jeweiligen Standort.



Zentraler Bestandteil der Intersport-Strategie „Best in Sports“ sind neue Services, die die Händler langfristig erfolgreich machen sollen. Dabei sei es entscheidend, die Mitglieder für den neuen Weg zu begeistern, sagt COO Frank Geisler: „Unsere Aufgabe ist es, den Händler bestmöglich zu unterstützen. Dafür haben wir die Organisation in wichtigen Teilen umgebaut und beispielsweise Category Management eingeführt oder ein professionelles Customer RelationshipManagement aufgesetzt.“ Zentrale Hebel für mehr Profitabilität beim Händler sieht Intersport darüber hinaus im Bereich Personalrecruiting und -weiterbildung, in neuen Logistikdienstleistungen für bessere Warenverfügbarkeit und im Ausbau der Exklusivmarken mit einem Trading up der Kollektionen.
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