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Beitrag zu den Pariser Klimazielen

Vaude will klimaneutral produzieren

Winfried Heinze, Vaude
Mit der geplanten klimaneutralen Herstellung aller Produkte setzt Vaude-Chefin Antje von Dewitz wieder einmal neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit.
Mit der geplanten klimaneutralen Herstellung aller Produkte setzt Vaude-Chefin Antje von Dewitz wieder einmal neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit.

Am Firmensitz ist der Nachhaltigkeits-Pionier schon seit 2012 klimaneutral. Nun steht die klimaneutrale Herstellung aller Vaude-Produkte auf der Agenda.

Pünktlich zum globalen Klimastreik schloss sich der Outdoor-Spezialist Vaude der Initiative Science Based Targets (SBT) an. Eine Initiative, die sich dafür einsetzt, dass die Wirtschaft ihren Beitrag leistet, um die in Paris verabschiedeten Klimaziele zu erreichen: eine Beschränkung der globalen Erderwärmung auf deutlich unter 2°C.

Mit Vaude hat sich nun nach Puma und Zalando das dritte deutsche Unternehmen aus der Textilbranche der Initiative angeschlossen. Insgesamt gehören ihr 714 Unternehmen an, 29 davon aus Deutschland. Vaude setzt die Latte hoch und schreibt sich eine Beschränkung auf 1,5°C auf die Fahne. Der anspruchsvolle Weg zu dem Ziel: die klimaneutrale Herstellung aller Produkte. Weltweit. Am Firmensitz in Tettnang ist der Nachhaltigkeits-Pionier schon seit 2012 klimaneutral.

„Unser Ziel ist, klimaneutral zu werden und unseren Beitrag zum Pariser Klimaabkommen zu leisten – sprich mindestens so viele Emissionen zu reduzieren, dass wir unseren Beitrag zum 1,5°C-Ziel messbar nachweisen können. Dafür werden wir nun konkrete Ziele zur Reduzierung von Emissionen festlegen, gemäß der Methodik von und mit Validierung durch SBT“, sagt CSR-Managerin Hilke Patzwall.
Vaude
„Unser Ziel ist, klimaneutral zu werden und unseren Beitrag zum Pariser Klimaabkommen zu leisten – sprich mindestens so viele Emissionen zu reduzieren, dass wir unseren Beitrag zum 1,5°C-Ziel messbar nachweisen können. Dafür werden wir nun konkrete Ziele zur Reduzierung von Emissionen festlegen, gemäß der Methodik von und mit Validierung durch SBT“, sagt CSR-Managerin Hilke Patzwall.
Mit Hilfe eines schrittweisen Stufenplans wird Vaude zunächst den Energie-Verbrauch seiner rund 45 Produzenten aus der globalen Lieferkette inklusive der vorgelagerten Materialherstellung erfassen und CO2-Emissionen sukzessive reduzieren. Im Fokus stehen dabei der Umstieg auf erneuerbare Energien sowie die Verwendung ressourcenschonender Materialen für die Herstellung der Produkte. „Für eine klimaneutrale Produktherstellung werden wir von der Materialherstellung bis zum fertigen Produkt zunächst die Lieferkettenprozesse auf maximale Ressourcenschonung sowie hohe Material- und Energieeffizienz optimieren und im Anschluss nicht vermeidbare Emissionen kompensieren“, so Patzwall.

Vaude-Mitarbeiter konnten auch beim jüngsten Klimastreik während der regulären, bezahlten Arbeitszeit teilnehmen und gemeinsam mit E-Bikes und E-Autos zu den nächstgelegenen Demos in Ravensburg oder Wangen fahren.
Vaude
Vaude-Mitarbeiter konnten auch beim jüngsten Klimastreik während der regulären, bezahlten Arbeitszeit teilnehmen und gemeinsam mit E-Bikes und E-Autos zu den nächstgelegenen Demos in Ravensburg oder Wangen fahren.
CO2-Emissionen in der Materialherstellung können etwa durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe oder auch durch das Recycling von Materialien reduziert werden. Außerdem werden fossile Ressourcen geschont. Deswegen sollen bis 2024 mindestens 90% aller Vaude-Produkte einen biobasierten oder recycelten Materialanteil von mehr als 50% haben.

Drei ehrgeizige Kennzahlen. Die im besten Fall auch für andere Unternehmen die Benchmark sind und den „grünen Wettbewerb“ anheizen.
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