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Britischer Sportartikel-Filialist setzt Wachstumskurs fort

JD Sports Fashion steigert Umsatz um 49%

Footasylum
Die neue JD-Sports-Tochter Footasylum betreibt 70 Stores in Großbritannien.
Die neue JD-Sports-Tochter Footasylum betreibt 70 Stores in Großbritannien.

Der englische Sportartikel-Filialist JD Sports Fashion hat Umsatz und Ergebnis deutlich zweistellig gesteigert. Der Londoner Einzelhändler erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 (2. Februar) einen Umsatz in Höhe von fast 4,72 Mrd. britischen Pfund (5,47 Mrd. Euro). Das entspricht einem Plus von über 49% gegenüber dem Vorjahr. Der Vorsteuergewinn erhöhte sich um 15,4% auf 339,9 Mio. GBP.

Mehr als 91% der Umsätze (4,3 Mrd. GBP) erlöste die Sparte Sports Fashion. Das Outdoor-Geschäft generierte 412,4 Mio. Euro – und schrieb dabei einen operativen Verlust von 4,3 Mio. GBP, nach einem Plus von 8,8 Mio. GBP im Vorjahr. Dagegen erzielte Sports Fashion einen operativen Gewinn von 365,8 Mio. GBP. Das sind fast 22% mehr als 2018.

Im Heimatmarkt Großbritannien stiegen die Umsätze von 2,06 Mrd. GBP auf 2,14 Mrd. GBP. Im restlichen Europa erzielte JD Sports 1,37 Mrd. GBP, nach 939,9 Mrd. GBP im Vorjahr. In den USA wurden 967,3 Mio. GBP erwirtschaftet, in den restlichen Auslandsmärkten waren es 244 Mio. GBP (2018: 162,8 Mio. GBP).

Footasylum-Aktionäre nehmen Angebot an

Unterdessen steht die Komplettübernahme des Mitbewerbers Footasylum kurz vor dem Abschluss: Einer Börsenpflichtmitteilung zufolge hat die überwiegende Mehrheit der Footasylum-Aktionäre das Kaufangebot von JD Sports angenommen. In der Folge besitzt der Sportartikel-Händler jetzt 93,6% der Footasylum-Anteile. Bislang waren es lediglich 8,3% gewesen. Das Angebot gilt noch 14 Tage.  

JD Sports Fashion ist von Footasylum als etabliertem Unternehmen mit einem guten Ruf für Lifestyle-Mode überzeugt. Mit dem Angebot ergänze Footasylum das JD Sports-Portfolio. Footasylum hat sich auf die Zielgruppe der 16- bis 24-Jährigen spezialisiert und betreibt 69 Stores in Großbritannien. Außerdem ist Footasylum im Wholesale aktiv, so wird etwa das Label Kings Will Dream auch bei Asos verkauft. Im modisch progressiven Genre gehört bereits der Premium-Sneaker-Store Footpatrol mit Läden in London und Paris zu JD Sports.





Ein Zusammenschluss von JD Sports und Footasylum werde erhebliche operative und strategische Vorteile mit sich bringen, heißt es bei JD Sports Fashion. Beide Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Greater Manchester. Kein Zufall, wurde Footasylum doch 2005 vom JD Sports Fashion-Mitgründer David Makin gestartet. John Wardle, mit dem er JD Sports Fashion gegründet hatte, übernahm 2008 den CEO-Posten. 2015 wechselte er als Executive Chairman ins Board. Seine Nachfolge als CEO trat Makins Tochter Clare Nesbitt an.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres (29.12.) stieg der Umsatz um 16% auf 200,8 Mio. Pfund (235,6 Mio. Euro). Ein Drittel der Umsätze wird online erzielt.

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