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Bum-Bum-Boris is back

So sieht die erste Casualwear-Kollektion von Boris Becker aus

Fashion Concept
Die neue Casuarwear-Kollektion von Tennislegende Boris Becker umfasst unter anderem ein Sakko.
Die neue Casuarwear-Kollektion von Tennislegende Boris Becker umfasst unter anderem ein Sakko.

Der Mannheimer Modehersteller Fashion Concept hat seine erste Boris Becker-Kollektion entwickelt. Der TextilWirtschaft liegen die ersten Aufnahmen der Linie vor, die u.a. T-Shirts, Jacken, Westen, Hosen, Schuhe, Sakkos, Taschen, Handschuhe, Geldbörsen und Sneaker umfasst.

 
Die VK-Preise reichen von 49 bis 199 Euro. Die Produtke werden einem Firmensprecher zufolge ab Oktober in "allen namhaften Shops sowie Department Stores verkauft". Namen will Fashion Concept erst im August nennen. Nur so viel: "Wir haben bereits mehr als 300 Verträge abgeschlossen. Der Umsatz der Boris Becker-Kollektion wird höher ausfallen als erwartet", heißt es.

Die produzierte Ware sei schon ausverkauft. Daher laufe derzeit die Nachproduktion für den Winter. Ursprünglich sollte die Linie schon im Mai auf den Markt kommen. Wegen der Corona-Krise musste der Termin auf den Herbst verschoben werden.

Boris Becker ist in der Modewelt kein Unbekannter. Der bislang erfolgreichste Tennis-Spieler Deutschlands hat 2009 eine Tennis-Kollektion für Tchibo entwickelt. Zwei Jahre zuvor hatte der Leimener eine eigene Tennis-Kollektion auf den Markt gebracht, die hauptsächlich auf die Farbe Orange und Rautenmuster setzte. Weitere Produkte aus dem Hause Boris Becker waren unter anderem die Sport- und Lifestyle-Linie BB Retro Court (2005) und die Black & White Collection (2006).


Beckers neuer Modepartner Fashion Concept gehört seit November vergangenen Jahres dem Schweizer Finanzinvestor Pegasus Development. Der in Cham ansässige Investor hat sich auf sogenannte Future-Projekte spezialisiert und will sein Portfolio um einen weiteren Zukunftsmarkt erweitern: die Mode- und Textilbranche.

Die neue Tochter Fashion Concept hat neben Boris Becker das US-Model Jeremy Meeks unter Vertrag, unter dessen Namen ebenfalls im Oktober eine Herrenmode-Kollektion auf den Markt kommen soll. Vertriebspartner ist die Düsseldorfer Agentur Unifa, deren Inhaber Reinhard Haase u.a. die Vertriebs- und Designlizenz der US-Jeansmarke True Religion für Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien und die Benelux-Länder hält.

Derzeit umfasst das Sortiment von Fashion Concept die Herrenmode- und Damenmode-Labels Jimmy Sanders und Auden Cavill, mit denen 2018 ein Umsatz von 3 Mio. Euro erwirtschaftet wurde. Für 2019 hatte das 2016 gegründete Modeunternehmen im November 2019 noch 5 Mio. Euro erwartet, für 2020 sogar 20 Mio. Euro. Ob Fashion Concept an dieser optimistischen Prognose trotz Corona festhält, war bislang nicht zu erfahren.

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