TW Sports
"Das hält selbst ein gesundes Unternehmen nicht lange aus"

Adidas soll über KfW-Kredite nachdenken

imago images / ZUMA Press
Fast auf der gesamten Welt findet kein normales Geschäft mehr statt. Die Läden sind zu. "Das hält selbst ein gesundes Unternehmen wie Adidas nicht lange aus", erklärt der Konzern in dem Schreiben, mit dem er sich für das Vorhaben entschuldigt, vorerst keine Miete zahlen zu wollen.
Fast auf der gesamten Welt findet kein normales Geschäft mehr statt. Die Läden sind zu. "Das hält selbst ein gesundes Unternehmen wie Adidas nicht lange aus", erklärt der Konzern in dem Schreiben, mit dem er sich für das Vorhaben entschuldigt, vorerst keine Miete zahlen zu wollen.

Das Entschuldigungsschreiben deutete es bereits an: Auch Adidas spekuliert offenbar auf staatliche Förderung.

Medienberichten zufolge ist der Konzern bereits in Gesprächen mit der KfW über einen milliardenschweren Kredit. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache betraute Personen berichtet, erwägt Adidas, bei der KfW einen Kredit in Höhe von 1 bis 2 Mrd. zu beantragen.

Wie es in dem Entschuldigungsschreiben heißt, das unter anderem am Donnerstag über ganzzeitige Anzeigen öffentlich gemacht wurde, heißt es unter anderem: „Um langfristig die Arbeitsplätze unserer 60.000 Mitarbeiter_innen zu sichern, machen wir harte Einschnitte. Mit unseren Betriebsräten haben wir uns auf Kurzarbeit geeinigt. Unser Vorstand verzichtet bis auf Weiteres auf 50% seines Gehaltes, die nächste Führungsebene auf 30%. Wir haben unser Aktienrückkaufprogramm vollständig eingestellt.“

Und weiter: „Trotz dieser Einschnitte wird Adidas Kredite benötigen.“ Die Frage, ob damit auch staatliche Fördermittel gemeint sind, beantwortete ein Unternehmenssprecher schon am Mittwoch wie folgt: „Was wir derzeit dazu sagen können ist Folgendes: Direkte Staatshilfe nicht, aber wir werden Kredite brauchen, wir bei Adidas wie auch die Wirtschaft insgesamt.“ Diese Antwort habe weiterhin Bestand, heißt es heute Morgen auf TW-Anfrage.
stats