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Der neue Sport Scheck-Chef und seine Agenda

Ausbauen und vernetzen

Sport Scheck
Der designierte Sport Scheck-Chef Matthias Rucker kommt von der Boston Consulting Group.
Der designierte Sport Scheck-Chef Matthias Rucker kommt von der Boston Consulting Group.

Der neue Mann an der Sport Scheck-Spitze hat die Retail-Branche viele Jahre als Berater begleitet. Bei der Signa-Tochter will er vor allem die Omnichannel-Kompetenz stärken.

Es ist ein neues Kapitel, das in diesen Monaten bei Sport Scheck geschrieben wird. Das offensichtlichste: Wo Sport Scheck drin ist, steht jetzt auch Sport Scheck dran. Über den 16 früheren Karstadt Sports-Filialen hängt nun – Corona-bedingt später als geplant und ohne großen Paukenschlag – ein Sport Scheck-Schild. Damit hat sich das Filialnetz der Signa-Tochter nun für alle sichtbar auf bundesweit 31 Sport Scheck-Läden und drei Outlets fast verdoppelt.

Organisiert wurde die Integration der 16 verbliebenen Karstadt Sports-Filialen von Thomas Wanke. „In Rekordzeit“, wie Aufsichtsratschef Wolfram Keil betont. Doch die Sport Scheck-Geschichte wird ohne Wanke fortgeschrieben. Der CEO verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch und wird neuer Geschäftsführer bei Sinn. Einem Multilabel-Filialisten mit klarem Fokus auf das Stationärgeschäft.

Anders Sport Scheck. Die deutlich größere stationäre Präsenz soll hier vor allem eines: den Ausbau zur Plattform befeuern. Mit Sport- und Lifestyle-Marken, aber auch mehr Events, Kursen und anderen Services. Mit dieser Agenda – die für Sport Scheck keine neue ist – tritt Matthias Rucker am 1. Oktober an. Er kommt von der Boston Consulting Group und ist, so heißt es, auf die Transformation von Retail-Unternehmen spezialisiert.

Matthias Rucker

ab 1. Oktober: CEO bei Sport Scheck

seit 2017: Managing Director und Partner, Boston Consulting Group (BCG) in München

2016 bis 2017: Managing Director Austria, Metro

2014 bis 2016: Director Restructuring, Metro

2007 bis 2014: Retail Practice bei Kearney, zuletzt Principal

Ausbildung: Rotterdam School of Management/Erasmus University, The Wharton School in Philadelphia/USA, DHBW Villingen-Schwenningen

Rucker sei Sport Schecks „Wunschkandidat“, so Keil. „Er wird die digitale Transformation des Unternehmens vorantreiben und Sport Scheck damit auf eine neue Stufe heben.“ Rucker will vor allem die Omnichannel-Kompetenz ausbauen.

Im Fokus wird dabei noch stärker das Thema Retail Media stehen, das Einkaufschefin Anna Rusche und Retail Media-Leiter Armin Nusser schon heute pushen. Mit Kampagnen, die Online- und Offline-Präsenz verknüpfen.

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Auch die Vernetzung mit Partnern innerhalb der Signa-Gruppe soll Rucker intensivieren. Die Flächen der Signa Sports United-Töchter fahrrad.de und Tennis Point – im Münchner Flaggschiff die eine, in Karlsruhe und Dortmund die anderen – sollen einen ersten Eindruck geben. Erste Projekte gab es bereits in Karstadt Sports-Häusern, diese wurden allerdings nicht weiter ausgerollt. Aber das soll nur die Vorgeschichte gewesen sein.

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