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Details zum neuen Sport 2000-Konzept

"Langfristig höhere Roherträge"

Sport 2000
Händler, die Mitglied werden wollen im Sport 2000-ClubHouse, müssen als Sport 2000-Händler gebrandet sein.
Händler, die Mitglied werden wollen im Sport 2000-ClubHouse, müssen als Sport 2000-Händler gebrandet sein.

Der Händlerverbund Sport 2000 führt ein neues Format für die sogenannten Generalisten ein. Wir haben die beiden Macher Frank Augustin und Karsten Viereck gefragt, was Club und ClubHouse den Händlern bringen sollen – und was diese mitbringen müssen.

Nachdem zuletzt vor allem die Formate für die Spezialisten unter den Sport 2000-Händlern weiterentwickelt wurden, geht jetzt das neue Konzept für die Generalisten in die Umsetzung. Es soll die Sport 2000-Partner mit mehreren Sortimentskategorien in ihrer Entwicklung zu "Multi-Kategorie-Spezialisten" unterstützen. Um an dem neuen Club-Konzept teilnehmen zu können, müssen die Händler bestimmte Standards in den entsprechenden Kategorien erfüllen, zum Start gibt es Clubs für die Segmente Running, Outdoor, Fitness und Lifestyle. Sie bieten Leistungsbausteine aus den Bereichen Einkauf, Marketing, Fläche und Personal. Darüber hinaus werden die Interessen der Club-Teilnehmer gegenüber der Industrie gebündelt von Sport 2000 vertreten.

Frank Augustin ist Head of Multicategory / Generalisten bei Sport 2000.
Sport 2000
Frank Augustin ist Head of Multicategory / Generalisten bei Sport 2000.
TextilWirtschaft: Entspricht das Club-Format dem internationalen Multicategory-Konzept von Sport 2000?
Frank Augustin: Beide Konzepte haben es zum Ziel, die Teilnehmer bei der strategischen Hinführung vom breit aufgestellten Generalisten zum Multicategory-Spezialisten zu unterstützen. Das internationale Multicategory-Konzept ist jedoch eher mit dem Absolute-Konzept zu vergleichen, bei dem der Marktauftritt – zum Beispiel im Hinblick auf die Einrichtung – ganzheitlich fest definiert und vorgegeben ist. Das Club-Konzept ist im Vergleich dazu flexibler, individueller und einfacher für eine größere Gruppe realisierbar. Auch ist das Investment seitens des Händlers im Club bzw. ClubHouse deutlich geringer. Im Multicategory-Konzept sind sämtliche Leistungsbausteine mit einem Höchstmaß an Verbindlichkeit zu einem umfassenden Konzept mit 360 Grad-Ansatz zusammengefasst.

Welche Kriterien in den Bereichen Ware, Personal, Marketing und Fläche und Daten müssen "Club"-Mitglieder erfüllen?
Frank Augustin: Die Voraussetzung im Bereich Ware ist, dass im jeweiligen Club vorgegebene Marken geführt und die vorgegebenen Mindest-Ordervolumen pro Saison erfüllt werden. In der Regel gibt es eine Wahlmöglichkeit aus einem Pool vorgegebener Marken, um eine stückweite Individualität zu ermöglichen. Im Bereich Personal lässt sich die Voraussetzung am besten mit dem erkennbaren "Willen zum Lernen" beschreiben, indem der Kompetenzaufbau beim Verkaufspersonal über die aktive Nutzung des zur Verfügung gestellten Schulungskonzeptes und -materials umgesetzt wird. Im Bereich Marketing geht es darum, die Kampagnenfähigkeit der Partner herzustellen und die Club-Marketing-Kampagnen damit übergreifend umzusetzen. Am POS gilt es für den Kunden klar erkennbare und optisch zusammenhängende Kompetenz-Flächen im jeweiligen Sortimentsbereich zu schaffen, gegebenenfalls mit der Integration sortimentsspezifischer Kompetenz-Elemente wie etwa Teststrecken oder Analyseelementen.

Und sie müssen mehr Daten zur Verfügung stellen, richtig?
Frank Augustin: In Sachen Daten tragen Club-Mitglieder dazu bei, über eine hohe Datenqualität und die Bereitstellung von Abverkaufs- und Bestandsdaten sortimentsrelevante Entscheidungen und Club-spezifische Analysen zu verbessern.

Von welchen Leistungsbausteinen können die Händler im Gegenzug profitieren?
Frank Augustin: Die Voraussetzungen und Leistungen gehen Hand in Hand. Wir unterstützen die Club-Mitglieder dabei, die sortimentsspezifische Verkaufsfläche erlebbar zu machen. Dazu gehören passende Analysen, digitale Elemente auf der Fläche und die Steigerung der Kompetenz im Sortiment. Im Einkauf ermöglichen wir neben Einkaufsempfehlungen auch Vorteile im Produktzugriff und zusätzliche On-Top-Konditionen. Im Bereich Marketing profitieren Club-Mitglieder bspw. von exklusiven Kampagnen, analogen und digitalen Tools sowie Events in Kooperation mit den Industriepartnern. Für Konzeptteilnehmer stellen wir digitale Schulungsinhalte zur Verfügung und praktische Schulungs- und Testaktionen gemeinsam mit der Industrie. Gleichzeitig wird eine kontinuierliche Erfolgsmessung und -steuerung der Sortimente erfolgen. So soll die Club-Mitgliedschaft langfristig zu höheren Roherträgen durch weniger Abschriften führen und die Zukunftsfähigkeit der Partner unterstützt werden.

Welches Feedback bekommen Sie von den Industrie-Partnern für das Konzept?
Frank Augustin: Sie haben es sehr positiv aufgenommen und unterstützen uns.

Ist es mit zusätzlichen Kosten für die Händler verbunden?
Frank Augustin: Nein, durch die Club-Teilnahmen entstehen den Partnern keine zusätzlichen Kosten. Anders sieht es bei der Teilnahme am ClubHouse aus – hier kann der Händler auf ein zusätzliches, kostenpflichtiges, dreistufiges Leistungspaket zurückgreifen.

Karsten Viereck ist Senior Konzeptmanager bei Sport 2000.
Sport 2000
Karsten Viereck ist Senior Konzeptmanager bei Sport 2000.
Welche Leistungen gibt es für ClubHouse-Händler über die Club-Leistungen hinaus?
Karsten Viereck: Konkrete Leistungen sind unter anderem gezielte Beratungstermine, spezielle Kennzahlenauswertungen, Konditionsvorteile bei Investitionen rund um den POS, Gebühren-Übernahmen bei der Herstellung der Kampagnenfähigkeit. Aufbauend kann der Partner Pakete rund um Themenfelder wie Frequenzabschöpfung, Frequenzgewinn, Unternehmensprofilierung, Flächenoptimierung, Sortimentsfokussierung, Digitale Präsenz, E-Commerce oder Unternehmenssteuerung buchen. On top kann darüber hinaus ein weiteres Feintuning in Form optionaler Zusatzleistungen erfolgen. Konkret umfassen die unterschiedlichen Einzel-Leistungsangebote in der dritten Stufe Komponenten wie zusätzliche Beratungs- und Visual Merchandising-Tage, Schulungen, Event-Aktionen usw. Besonders wichtig ist uns an dieser Stelle die Flexibilität der Leistungen – diese erfolgen bedarfsgerecht und können dementsprechend einzeln gebucht werden.

Ist dieses Leistungsportfolio fix? Oder wird da noch nachjustiert?
Karsten Viereck: Es unterliegt einer Dynamik, die den Marktanforderungen jederzeit gerecht werden soll. Themenfelder wie "Nachhaltigkeit" oder "Erhöhung der Attraktivität als Arbeitgeber" beschäftigen den Handel und damit natürlich auch uns.
Wie viele Händler sind für mehr als einen oder mehrere Clubs qualifiziert?
Frank Augustin: Inzwischen sind wir bei 128 Teilnehmern mit mindestens einer Club-Teilnahme, 70 Club-Händler haben sich für mehr als einen Club qualifiziert.

Wie viele dieser Händler tragen "Sport 2000" im Namen? Sollen das mehr werden?
Karsten Viereck: Schon heute sind ungefähr 90% der Club-Händler auch als Sport 2000-Partner erkennbar. Sicherlich fördern wir besonders jene Partner, die gebrandet auftreten – die klare Erkennbarkeit als Sport 2000-Partner ist ein Teilnahmekriterium am ClubHouse.
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