TW Sports
5-Jahres-Strategie

Decathlon will Umsatz in Deutschland verdoppeln

Decathlon
"Wir wollen zur besten Sport-Plattform werden", sagt Decathlon-Deutschlandchef André Weinert. "Mit der größten Auswahl, einfacher Bestellmöglichkeit und einem personalisierten Digital-Erlebnis."
"Wir wollen zur besten Sport-Plattform werden", sagt Decathlon-Deutschlandchef André Weinert. "Mit der größten Auswahl, einfacher Bestellmöglichkeit und einem personalisierten Digital-Erlebnis."

Schon heute ist Decathlon der größte Sporthändler in Deutschland. Und trotz nicht übermäßig ambitionierter stationärer Expansionspläne soll der Umsatz von 2022 bis 2026 auf 2,5 Mrd. Euro verdoppelt werden. Wie das?

Es weht ein neuer Wind in Plochingen. Seit gut zwei Jahren steht André Weinert an der Spitze von Decathlon Deutschland. Heute ist das Unternehmen transparenter in der Kommunikation, flexibler in der Gestaltung der Arbeitsumfelder mit vier so genannten Campus-Standorten und lauter im Trommeln für die eigene Marke.

Vor einem Jahr stellte Weinert im TW-Interview bereits in großen Teilen seine Strategie vor, mit der er die führende Position von Decathlon hierzulande weiter ausbauen will. Mit mehr Brands, mehr Lifestyle und nicht zuletzt über einen Marktplatz.

Der ist nun seit einigen Monaten im Aufbau. Und er ist einer der Schlüssel bei den ehrgeizigen Wachstumszielen, die Weinert am heutigen Dienstag präsentiert hat: Bis 2026 soll der Gesamtumsatz (GMV) von Decathlon in Deutschland auf 2,5 Mrd. Euro wachsen. Decathlon wolle der Marktplatz mit Sport-DNA werden, kündigt der Deutschland-Chef an. Bislang werde dieses Geschäft von Generalisten bespielt.

In diesem Rahmen gab Weinert auch bekannt, wie Decathlon das laufende Jahr voraussichtlich abschließen wird. Das Unternehmen erwartet, trotz starker Einschränkungen im stationären Handel in den ersten fünf Monaten, ein Umsatzwachstum von 7% im Vergleich zum Vorjahr. Der prognostizierte Nettoumsatz von Decathlon in Deutschland beträgt 711,7 Mio. Euro. Das Digitalgeschäft wird voraussichtlich einen Anteil von 40% ausmachen. Dieser Anteil wird nach Weinerts Einschätzung in den kommenden fünf Jahren auf 60% steigen.


Bei der Prognose für die kommenden Jahre spricht Weinert vom GMV. Dieses soll von 953 Mio. Euro im Jahr 2021 um 36% auf 1,3 Mrd Euro 2022 gesteigert werden. Für die Jahre 2023 bis 2026 prognostiziert er ein jährliches Wachstum von 18% auf 2,5 Mrd. Euro im Jahr 2026.

Nach einigen Eröffnungen und Schließungen kleinerer Läden in diesem und im vergangenen Jahr wird das Filialnetz Ende des Jahres 84 Stores umfassen. 2026 sollen es 110 sein. Die nächsten Eröffnungen sind bereits fixiert. Ganz oben auf der Wunschliste steht Hamburg, wo das Unternehmen auf der Suche nach einem Standort für ein Flaggschiff ist.

Lauter trommeln für die Marke – darauf zahlt unter anderem der Einstieg ins Sport-Sponsoring ein. Decathlon Deutschland wird zur neuen Saison 2021/2022 neuer Hauptsponsor vom BMW IBU Weltcup Biathlon. Ziel sei es, vor allem bei den ambitionierten Sportlerinnen und Sportlern die Markenbekanntheit zu steigern.

Ein weiterer zentraler Schritt beim Aufbau der Sportmarke Decathlon ist auch ein neues Branding der Eigenmarken: Diese werden künftig neben ihrem bekannten "Vornamen" wie Quechua, Kipsta oder Kalenji mit dem "Nachnamen" Decathlon und einem entsprechenden Branding versehen.

Wichtiger Baustein der Strategie ist das Thema Nachhaltigkeit. Decathlon war 2016 eines der ersten Unternehmen der Sportbranche, das sich zum Erreichen der Pariser Klimaziele verpflichtete. Bis 2026 will Decathlon Deutschland seine CO2-Emissionen im Vergleich zu 2016 um 53% senken.

logo-tw-sports-white

Ab sofort den kostenfreien Newsletter ins Mail-Postfach?

 

stats