Online boomt. Das belegen viele der jüngst vorgelegten Quartalsbilanzen. Und auch bei Adidas stellt das E-Commerce-Plus von 40% die Entwicklung aller anderen strategischen Wachstumsfelder in den Schatten: China etwa legte währungsbereinigt 16% zu, Nordamerika 3%.
Ein Grund für das extrem hohe Online-Wachstum in den ersten drei Monaten des Jahres sind unter anderem die jüngsten Produkteinführungen, die deutlich erfolgreicher sind als jene vor einem Jahr, als vor allem der Deerupt enttäuschte. In den ersten drei Monaten des Jahres haben hingegen sowohl Ultraboost 19 als auch Nite Jogger die Erwartungen erfüllt, so Adidas-CEO Kasper Rorsted. „Alle Produkt-Einführungen im ersten Quartal waren erfolgreich.“ Diese Launches haben das Online-Wachstum weiter vorangetrieben, das im Vorjahr immerhin auch schon bei 27% lag. Diesen Schwung muss Adidas allerdings auch beibehalten, wenn das Ziel von 4 Mrd. Euro Online-Umsatz bis 2020 erreicht werden soll: Immerhin bedeutet das nahezu eine Verdoppelung der E-Commerce-Erlöse in zwei Jahren. 2018 lagen diese bei rund 2 Mrd. Euro und trugen damit gerade einmal 9% zum Gesamtumsatz bei. Dieser Anteil soll, so die Prognose, 2020 schon bei 16% liegen.

Ein Wert, der wenig darüber aussagt, wie viele Adidas-Produkte generell online verkauft werden. Schließlich verkaufen auch strategische Partner wie JD, Foot Locker und Zalando zunehmend bzw. ausschließlich online. Intersport etwa geht davon aus, dass rund 40% der Deutschen ihre Sportartikel schon heute vorwiegend online kaufen.

Jahresauftakt gelungen

Adidas: Erfolgreich gestartet, Prognose bestätigt

Adidas CEO


„Digital ist der attraktivste Kanal für die Kunden“, betont auch Rorsted. Entscheidend für die Erhöhung des Traffics und des Engagements ist dabei für Adidas die App, die mittlerweile in 27 Ländern live ist und schon mehr als 9 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Eine wichtige Rolle spielen auch exklusive Online-Releases von Produkten wie dem AlphaEdge 4D. CFO Harm Ohlmeyer betont, dass sich die massiven Digital-Investitionen der vergangenen drei, vier Jahre auszahlten. Ohne diese hätte man Chancen, wie sie etwa die Teilnahme am neuen Instagram Checkout bietet, gar nicht nutzen können. Über dieses Feature können Kunden bei Instagram shoppen, ohne die App zu verlassen.

Instagram Shopping-Chef Ethan Arpi

„Wir konkurrieren noch mit uns selbst

Ethan Arpi Instagram




Schon heute abzusehen ist der Run auf die Online-Kanäle, der Ende des Jahres einsetzen wird, wenn die ersten Produkte in Kooperation mit Mega-Star Beyoncé auf den Markt kommen werden.
Ende des Jahres kommen die ersten Adidas-Produkte mit Beyoncé auf den Markt.
Ende des Jahres kommen die ersten Adidas-Produkte mit Beyoncé auf den Markt.
Wie Adidas-CEO Kasper Rorsted ankündigt, wird es sowohl Lifestyle- als auch Performance-Produkte geben. Er betont allerdings, dass es sich um eine langfristige, strategische Partnerschaft handelt. Und so gehe es anfangs nicht um Volumen, sondern darum, „die richtigen Dinge zu tun“ und die richtigen Kanäle zu wählen.
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