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Jahresbilanz

So konnte Nike den Gewinn verdoppeln

Imago / Kyodo News
Bei den Regionen lag China, hier ein Store in Peking, mit einem 24%igen Plus (währungsbereinigt plus 19%) auf 8,3 Mrd. Dollar im Hinblick auf die Wachstumsrate vorn.
Bei den Regionen lag China, hier ein Store in Peking, mit einem 24%igen Plus (währungsbereinigt plus 19%) auf 8,3 Mrd. Dollar im Hinblick auf die Wachstumsrate vorn.

Nike geht als klarer Gewinner aus der Corona-Krise hervor. Im Geschäftsjahr 2020/2021 (31. Mai) steigerte der US-Sport-Gigant seinen Umsatz um fast 20% und den Nettogewinn sogar um über 120%. Diese Zielgruppen, Kanäle und Labels brachten den Erfolg.

Im Geschäftsjahr 2020/2021 (31.5.) steigerte der US-Sport-Gigant seinen Umsatz um 19% auf 44,5 Mrd. Dollar (37,3 Mrd. Euro) und den Nettogewinn um 126% auf 5,73 Mrd. Dollar.


"Die Dynamik der Marke Nike ist ein Zeugnis unserer authentischen Kundenbeziehungen und unserer digitalen Stärke”, erklärt Matt Friend, CFO bei Nike Inc. Besonders erfolgreich seien digitale Initiativen wie die Sneakers App sowie Events in Sozialen Medien wie Tiktok und Snapchat gewesen, wodurch Nike sein Image bei der jungen GenZ-Zielgruppe habe festigen können.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 will Nike seine Sneakers App in 20 weitere Länder bringen.
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Im Geschäftsjahr 2021/2022 will Nike seine Sneakers App in 20 weitere Länder bringen.


Die Marke Nike wuchs im Geschäftsjahr um 19% (währungsbereinigt plus 17%) auf 35,56 Mrd. Dollar, wobei die Erlöse im Direktkundengeschäft unter Nike Direct um 32% auf 16,37 Mrd. Dollar kletterten − angetrieben durch einen 64%igen Anstieg des E-Commerce unter Nike Brand Digital, neue Ladeneröffnungen (darunter vier neue Nike Live-Stores speziell für Frauen) und ein flächenbereinigtes Wachstum von 4%. Damit trägt Nike Direct mittlerweile rund 37% zu den Konzernerlösen bei, nach 33% im Vorjahr. Die Großhandelserlöse der Marke stiegen im Berichtszeitraum um 12%. 

Unter den Kategorien wuchs die zur Marke Nike gehörende Jordan Brand mit plus 31% auf 4,7 Mrd. Dollar am stärksten, gefolgt von Sportswear (plus 23% auf 15 Mrd. Dollar) und Nike Basketball mit plus 12% auf 1,7 Mrd. Dollar. Rasant entwickelte sich auch die separat geführte Marke Converse mit einem 83%igen Wachstum auf 543 Mio. Dollar.


Bei den Regionen lag China mit einem 24%igen Plus (währungsbereinigt plus 19%) auf 8,3 Mrd. Dollar im Hinblick auf die Wachstumsrate vorn, gefolgt von Europa mit plus 23% auf 11,46 Mrd. Dollar. In Nordamerika verzeichnete Nike ein Plus von 19% auf 17,2 Mrd. Dollar, während die Erlöse in der APLA-Region um 6% auf 5,34 Mrd. Dollar kletterten.

Fast 100% Plus im vierten Quartal

Für das vierte Quartal meldet der Konzern ein Umsatzplus von 96% auf 12,34 Mrd. Dollar und einen Nettogewinn von 1,5 Mrd. Dollar − nach einem Verlust von 790 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Aktionäre sind begeistert und schickten die Nike-Aktie im nachbörslichen Handel zeitweise um über 12% nach oben. "Während wir unsere verbraucherorientierte digitale Transformation vorantreiben, entwickeln wir ein neues Finanzmodell für ein langfristiges, nachhaltiges und profitables Wachstum", erklärt Friend.

Für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2021/2022 erwartet der Konzern einen starken Wachstumsschub, der sich im zweiten Halbjahr beruhigen dürfte. So seien für die Olympiade in Tokio eine Reihe neuer Produkte entwickelt worden, die bereits auf gute Resonanz gestoßen seien. Neben der kontinuierlichen Expansion mit der Nike App, die im laufenden Geschäftsjahr in 20 weitere Länder gebracht werden soll, plant Nike die Expansion mit Jordan Brand und mit Produkten speziell für Frauen. Nike sei mit einem Umsatzvolumen von über 8,5 Mrd. Dollar bereits jetzt die weltweit größte Sportmarke für Frauen, erklärt John Donahoe, President und CEO von Nike Inc.

Auch mit Converse geht der Konzern in die Offensive. Für dieses Jahr sei unter anderem die Erweiterung des Produktangebots um Bekleidung und Performance-Produkte und die Stärkung des Online-Auftritts der Marke geplant. Außerdem will Nike die Zahl seiner Großhandelskunden im Geschäftsjahr weiter reduzieren und parallel dazu die Kooperation mit starken Partnern weiter ausbauen und festigen. 

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