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Erfolgreiche Jahresbilanz

Puma wächst weiter rasant

Puma
Puma hat im Sommer in New York den ersten Flagship-Store in Nordamerika eröffnet.
Puma hat im Sommer in New York den ersten Flagship-Store in Nordamerika eröffnet.

Mit einem deutlichen Plus bei Umsatz und Ergebnis bleibt Puma auf Wachstumskurs. Die Umsätze konnten um 18% auf 5,5 Mrd. Euro gesteigert werden, das Konzernergebnis sogar um 40% auf 262 Mio. Euro. Leicht übertroffen wurden die Erwartungen beim Ebit: Das operative Ergebnis verbesserte sich um 31% auf 440 Mio. Euro. Damit konnte die Ebit-Marge von 7,3% auf 8% weiter erhöht werden.


Zum Ergebnis für das Gesamtjahr trug ein sehr starkes viertes Quartal bei. Von Oktober bis Dezember konnte der Umsatz um 21% auf 1,479 Mio. Euro gesteigert werden, das Ebit sogar um 47% auf 55 Mio. Euro. Alle Regionen und Produktbereiche verzeichneten ein zweistelliges Umsatzwachstum.

Seit Anfang Februar hat sich allerdings der Coronavirus negativ auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. Welche Folgen er für das Unternehmen noch haben wird, sei noch nicht vorherzusagen. Für das erste Quartal 2020 erwartet der Konzern negative Auswirkungen auf Umsatzerlöse und das Ebit. Für das Gesamtjahr wird ein währungsbereinigter Umsatzanstieg von rund 10% erwartet, ebenso eine „deutliche Verbesserung“ des Konzernergebnisses.

„Wir hatten zunächst einen guten Start in das Jahr 2020, allerdings wurde der Februar durch den Ausbruch von COVIC-19 negativ beeinflusst. Der Geschäftsbetrieb in China ist derzeit aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen und Einschränkungen der Behörden stark beeinträchtigt. Das Geschäft in anderen Märkten, vor allem in Asien, leidet unter dem Ausbleiben chinesischer Touristen“, so Puma-CEO Bjørn Gulden. „Angesichts der gegenwärtigen Ungewissheit über den Virus ist es nicht möglich, die genauen Auswirkungen auf unser Geschäft vorherzusagen. Wir werden kurzfristig alles tun, um den Schaden zu minimieren und sind langfristig optimistisch im Hinblick auf unsere Industrie und Puma.“

Deutlich zulegen konnte Puma auch in der Heimatregion: In der Region EMEA stiegen die Umsätze um 11% auf 2,001 Mrd. Euro und übertrafen damit erstmals die 2 Milliarden-Marke. Besonders starke Zuwächse verzeichnete der Konzern in Spanien, Russland, in der Türkei – und in Deutschland. Dieses Plus auf dem Heimatmarkt spiegelt sich unter anderem im Lieferanten-Ranking der Intersport wider, wo Puma sich 2019 von Rang 8 auf Rang 7 hocharbeitete. Bei Sport 2000 konnte Rang 3 erfolgreich verteidigt werden.

Der Vorsprung der Heimatregion verkleinert sich allerdings: Das Geschäft in Amerika konnte um 21% auf 1,944 Mrd. Euro gesteigert werden, das in Asien/Pazifik sogar um 26% auf 1,557 Mrd. Euro.

Mit einem Anteil von 75% entfällt der Löwenanteil auf den Wholesale. Der Anteil des eigenen Einzelhandels (eigener Retail und E-Commerce) erhöhte sich leicht von 24,3% auf 25,4%.

Mit Blick auf die Produktbereiche konnte vor allem das Geschäft mit Bekleidung ausgebaut werden. Auch dieses übertraf 2019 mit einem Plus von 23% auf 2,069 Mrd. erstmals die 2 Milliarden-Euro-Marke. Haupttreiber des Wachstums waren die Kategorien Sportstyle, Running und Training sowie Motorsport. Bedeutender bleibt nach wie vor der Verkauf von Sneakern: Der Schuh-Umsatz stieg um 17% auf 2,553 Mrd. Euro.



Einer der erfolgreichsten Puma-Styles des vergangenen Jahres war der Basketball-Schuh Ralph Sampson – ein Beleg für den erfolgreichen Wieder-Einstieg ins Basketball-Business. Auch mit Chunky Sneakern machte Puma 2019 noch gute Geschäfte, der RS-X habe seinen Erfolgskurs fortgesetzt. Weiterhin gut verkaufe sich in der Kategorie Women‘s LIfestyle die Cali-Kollektion. Weitere wichtige Modelle waren der Fußballschuh Puma Future sowie Lauf- und Trainingsschuhe auf Basis der LQD Cell- und Hybrid-Technologie. Mit den zum Jahresende auf den Markt gebrachten Modellen RS-X3, Cali Sport und Rider sieht sich das Unternehmen in einer guten Ausgangsposition für 2020.

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