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Erfolgreiche Quartalsbilanz

Asics: Lichtblick Europa

Asics
Carsten Unbehaun steht seit einem Jahr an der Spitze von Asics EMEA. Markiert seine jetzt vorgelegte Erfolgsbilanz die Trendwende?
Carsten Unbehaun steht seit einem Jahr an der Spitze von Asics EMEA. Markiert seine jetzt vorgelegte Erfolgsbilanz die Trendwende?

Vor allem das starke Europa-Geschäft sorgt bei Asics für ein positives drittes Quartal. Der japanische Sportartikelkonzern erhöht sogar seine Prognose für das Gesamtjahr.

Bei Asics läuft es wieder rund: Nachdem sich im ersten Halbjahr der Lauf-Boom noch nicht in den Zahlen niedergeschlagen hatte, hat Europas Nummer Eins-Laufschuhmarke im Sommer die Trendwende geschafft. Weltweit konnten die Erlöse von Juli bis September um 2% auf 101,3 Mrd Yen (830 Mio. Euro) gesteigert werden. In Europa konnten die Japaner sogar um 26% auf 31,3 Mrd. Yen zulegen.

Schwarze Zahlen im dritten Quartal

Auch der Sprung in die schwarzen Zahlen gelang nach einem stark Covid-belasteten zweiten Quartal. Das operative Ergebnis (Ebit) konnte um 75% auf 7,2 Mrd. Yen verbessert werden. Auch hier nimmt das Europa-Geschäft eine Vorreiter-Rolle ein: Hier konnte das Ebit mehr als vervierfacht werden auf 4,7 Mrd. Yen. Die damit erzielte Ebit-Marge von 15% hat der Konzern zuletzt nur in Asien erreicht.

Dank dieses starken dritten Quartals steht Asics auch im Gesamtjahr besser da als zuvor erwartet. In Europa beläuft sich der Erlös-Rückgang auf gerade einmal 3%. Konzernweit sank der Umsatz von Januar bis September um 13,3% auf 248,2 Mrd. Yen. Der Konzern ist optimistisch für das Abschlussquartal und erhöht seine Prognose für das Gesamtjahr von 300 auf 320 Mrd. Yen.

Rasantes Wachstum im E-Com

Besonders rasant entwickeln sich die Zahlen weiterhin im eigenen E-Com – weltweit, aber auch in Europa. Im EMEA-Raum legte dieses Business seit Jahresbeginn um 134% zu. Aber auch das Geschäft mit den Wholesale-Kunden wuchs zum Teil zweistellig, in Deutschland um 11,1%, in Frankreich 3,5%, in Großbritannien 3%, in Schweden 5,6%, in Dänemark 7,4%, in Polen 17,6% und in Finnland sogar 21,2%.

Asics baut Marktführerschaft aus

Nach den aktuellsten Daten der Martkforscher von NPD bleibt Asics Europas führende Laufschuhmarke und vergrößert den Abstand zu den Hauptkonkurrenten. Im ersten Halbjahr 2020 gewann Asics in der Kategorie "Made For / Used For" in EU5 (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien) einen Marktanteil von 3% bei Schuhen und erhöhte den Abverkauf um 4% gegenüber dem Vorjahr. Diese Kategorie berücksichtigt nur Produkte, die auch für den beabsichtigten Zweck genutzt werden – in diesem Fall also für Running und nicht als Lifestyle-Sneaker. Bei den Schuhen in der Preislage über 90 Euro gewann Asics in EU5 6% Marktanteil in der "Made For / Used For" Running-Kategorie.

"Ich bin von diesen Ergebnissen äußerst ermutigt. Trotz aller Herausforderungen von COVID-19 haben wir Marktanteile gewonnen, sind in den wichtigsten Märkten gewachsen und haben unsere digitale Transformation beschleunigt", so Asics EMEA-CEO Carsten Unbehaun. "Durch die gezielte Steuerung unserer Kosten konnten wir die Rentabilität in diesem Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Das ist eine großartige Leistung. Die Ergebnisse spiegeln unser Engagement gegenüber unseren Kunden und Verbrauchern wider. Ich bin stolz auf die Art und Weise, wie unsere Teams zusammengearbeitet haben, um einen positiven Impuls für Asics in unserer Region zu setzen und bin zuversichtlich für die Zukunft."

Virtuelle Services für die Asics-Community

Asics hat kürzlich den ersten Asics World Ekiden 2020 angekündigt, einen Staffelmarathon, bei dem Teams mit bis zu sechs Personen aus aller Welt zusammenkommen. Das Rennen ist in sechs Etappen mit verschiedenen Distanzen unterteilt. So können Läufer mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit und Lauferfahrung teilnehmen. Unterstützt wird dieser Lauf sowohl von der Asics Runkeeper-App als auch von Race Roster, einer vor einem Jahr erworbenen Lauf-Plattform.

Eine europaweite Umfrage von Asics im Juli 2020 ergab, dass 84% der Läufer, die während des Lockdown mit dem Laufen begonnen haben, auch weiterhin laufen möchten. Die Umfrage ergab jedoch auch, dass mehr als die Hälfte (62%) der "Lockdown-Läufer" ohne jegliche Unterstützung oder Anleitung laufen. Sie sollen etwa mit einem Online-Laufschuhfinder und einem Online-Tool, über das Verbraucher ihren Laufstil von einem Experten analysieren lassen können, unterstützt werden.

Im September 2020 kündigte Asics EMEA zudem den Launch der Asics Tennis Academy an, einer virtuellen Community-Plattform, mit der Tennistrainer Zugang zu Schulungen von Branchenexperten erhalten.
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