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Wachstumstreiber Bekleidung und China

Puma: Historisch bestes Quartal

Puma
Puma ist mit einem neuen Rekord ins Jahr gestartet.
Puma ist mit einem neuen Rekord ins Jahr gestartet.

Die Dynamik ist ungebrochen: Nach einem Rekordjahr 2018 ist Puma mit Schwung in das laufende Geschäftsjahr gestartet. „Das erste Quartal 2019 war das beste in der Geschichte von Puma“, so Puma-CEO Bjørn Gulden. Die Umsätze erhöhten sich um 16,6% auf 1,32 Mrd. Euro. Dabei war Bekleidung mit einem Plus von 27% einer der Wachstumstreiber. Kein unwichtiger, entfallen doch 36% der Umsätze auf dieses Produktsegment. Besonders erfolgreiche Kategorien waren Running und Training, Teamsport, Motorsport und Golf.

Das operative Ergebnis konnte um 27% erhöht werden und markiert mit 143 Mio. Euro ebenfalls eine neue Rekordmarke bei Puma. Das Konzernergebnis konnte sogar um 40,1% auf 94,4 Mio. Euro verbessert werden.

Puma: Weichenstellungen für weiteres Wachstum

Aufsteiger Apparel

Die Wachstumsrate ist mit 27% vor allem in diesem Segment deutlich größer als bei den Mitbewerbern. Zwar hat auch bei Adidas Apparel die Schuhe beim Wachstum abgehängt – allerdings lag das Bekleidungs-Plus 2018 nur bei 6%. Wie Adidas ins neue Jahr gestartet ist, wird sich bei Vorlage der Quartalszahlen am kommenden Freitag zeigen. Nike erlöste von Dezember 2018 bis Februar 2019 mit Bekleidung rund 2,71 Mrd. Dollar (2, 43 Mrd. Euro) und damit fast sechsmal so viel wie Puma, allerdings lag das Plus auch hier nur bei 6%. Schuhe legten in diesem Zeitraum bei Nike um 9% zu.

Wachstumstreiber China

Was die Entwicklung nach Regionen angeht, so entwickelt sich – wenig überraschend – die Heimatregion EMEA mit Abstand am wenigsten dynamisch. Dennoch ist sie nach wie vor die größte für Puma: Von Januar bis März wurden hier 502 Mio. Euro umgesetzt und damit 4,4% mehr als im Vorjahr. An zweiter Stelle, sowohl was Umsatzanteil als auch Wachstum angeht, steht Amerika. Hier legte Puma um 19,8% auf 417 Mio. Euro zu. Am stärksten gewonnen hat die Region Asien/Pazifik, wo Puma mit 401 Mio. Euro ein ganzes Drittel mehr erlöste als im Vorjahr. Angetrieben wird dieses Wachstum von China. Dieser überproportionale Umsatzanstieg führt auch zu einer Verbesserung der Rohertragsmarge, die von 48,2% auf 49% gesteigert werden konnte. Das Plus resultiert daneben aus positiven Währungseffekten sowie dem stärkeren Wachstum mit Textilien.

Standbein Wholesale

Zweistelliges Wachstum wurde sowohl mit Wholesale-Kunden als auch im eigenen Retail erzielt. Das Wholesale-Geschäft spielt bei Puma mit einem Anteil von 76% noch eine größere Rolle als bei den zwei größten Mitbewerbern. Nike erwirtschaftet bereits ein Drittel des Umsatzes direkt mit den Konsumenten, Adidas will bis 2020 sogar mehr als 60% der Erlöse über selbst kontrollierte Verkaufsflächen erzielen – wobei diese nicht nur den eigenen Einzelhandel meinen, sondern u.a. auch Shop-in-Shops und Franchise-Stores.

Prognose bestätigt

„Obwohl wir noch weitere neun Monate vor uns haben und nach wie vor erhebliche Unsicherheiten im Markt bestehen, gehen wir davon aus, dass wir unsere Ziele für das Jahr 2019 erreichen werden“, so Gulden. Diese sind:
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