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Erfolgreiche Quartalsbilanz

Puma steigert Umsatz und Ergebnis deutlich

Robert Ashcroft / Puma
Aufwärtstrend bei Puma: Vor allem das Geschäft in Amerika und in der Heimatregion EMEA zieht deutlich an.
Aufwärtstrend bei Puma: Vor allem das Geschäft in Amerika und in der Heimatregion EMEA zieht deutlich an.

Der Sportartikelkonzern Puma hat überraschend gute Zahlen für die Monate Juli bis September vorgelegt. Der Umsatz konnte um 7,2% gesteigert werden, währungsbereinigt sogar um 13,3% auf 1,583 Mrd. Euro.

Im zweiten Quartal war der Umsatz um fast ein Drittel eingebrochen. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 13% auf 113,6 Mio. Euro. Für das vierte Quartal bleibt Puma angesichts der jüngsten Entwicklungen allerdings vorsichtig. Eine Prognose für das Gesamtjahr gibt es nicht. In den ersten drei Quartalen sank der Umsatz um 7,7% auf 3,714 Mrd, Euro.

"Das dritte Quartal entwickelte sich viel besser als ich es erwartet hatte. Einzelhandelsgeschäfte wurden wiedereröffnet, Sportveranstaltungen konnten wieder stattfinden, das Verbrauchervertrauen verbesserte sich und unsere Umsätze stiegen von Woche zu Woche", so Puma-CEO Bjørn Gulden.

"Ich denke, diese positive Entwicklung bestätigt sowohl die Stärke von Puma als Marke als auch die der Sportartikelindustrie insgesamt. Trotz hoher Rabatte im Markt und Währungsentwicklungen, die unsere Margen unter Druck setzten, konnten wir unser EBIT im Vergleich zum Vorjahr sogar verbessern. Dies haben wir durch eine weiterhin starke Kostenkontrolle erreicht, die wir im extrem schwachen zweiten Quartal eingeführt haben, und durch weniger, aber effizientere Marketingaktivitäten." Einen großen Marketing-Coup landete Puma im gerade abgelaufenen Quartal mit der langfristigen Partnerschaft mit dem brasilianischen Fußballstar Neymar Jr.

Der Oktober habe gut begonnen, so Gulden weiter, aber die jüngste Entwicklung von COVID-19 und der weltweite Anstieg der Infektionen ließen Puma für den Rest des Jahres vorsichtiger werden.

Besonders positiv hat sich von Juli bis September das Geschäft in Amerika (+20,7%) und EMEA (+17,7%) entwickelt. Der Umsatz in Asien/Pazifik ging um 1,9% zurück, aufgrund eines langsameren Wachstums im Großraum China und eines Umsatzrückgangs in Indien, Korea und Südostasien. Diese Entwicklungen werden sich bei den größten Konkurrenten Nike und Adidas voraussichtlich stärker niederschlagen, da das Asien-Geschäft bei diesen ein größeres Gewicht hat.

Die höchsten Wachstumsraten wiesen Performance-Kategorien wie Basketball, Motorsport, Golf und Teamsport auf. Bezogen auf Produktkategorien konnte das Geschäft mit Schuhen mit 13,9% stärker gesteigert werden als das mit Textilien (8,8%).

Wenig überraschend ist das deutliche E-Com-Plus um fast zwei Drittel (60,9%). Dieses Business ist allerdings deutlich kleiner als bei der Konkurrenz. Das gesamte DTC-Geschäft inklusive eigenem Retail stieg währungsbereinigt um 16,7% auf 380,9 Mio. Euro. Fast genauso dynamisch entwickelte sich das Wholesale-Geschäft. Dieses legte währungsbereinigt um 12,3% auf 1,202 Mrd. Euro zu.

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