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Erstes Projekt des "Circular Lab"

Puma: Pilot für den Kompost

Puma
Der Suede ist seit 1968 auf dem Markt und das erfolgreichste Puma-Modell aller Zeiten. Der Re:Suede soll dabei helfen, neue nachhaltige Maßstäbe zu setzen.
Der Suede ist seit 1968 auf dem Markt und das erfolgreichste Puma-Modell aller Zeiten. Der Re:Suede soll dabei helfen, neue nachhaltige Maßstäbe zu setzen.

Sind Sneaker kompostierbar? Um diese Frage zu beantworten, startet Puma ein Pilotprojekt mit dem erfolgreichsten Puma-Modell. Die Protagonisten: der Suede, 500 Tester hierzulande und eine Kompostieranlage.

Der "Re:Suede" ist eine experimentelle Version des Modells Suede und wird unter anderem hergestellt aus biologisch abbaubarem TPE, Hanffasern und Rauleder, das durch den Einsatz von Zeology mit einem Prozess gefärbt wird, der sehr viel nachhaltiger sein soll als herkömmliche Färbemethoden.


Das Pilotprojekt startet im Januar 2022. 500 ausgewählte Teilnehmer in Deutschland können an diesem Experiment teilnehmen. Sie sollen den Schuh ein halbes Jahr tragen, um die Langlebigkeit des Produkts und der nachhaltigen Materialien unter realen Bedingungen zu testen.

Danach sollen die Sneaker an Puma zurückgeschickt werden, um dann in einer industriellen Kompostierungsanlage unter kontrollierten Bedingungen von der Firma Valor Compostering abgebaut zu werden. Valor Compostering ist ein Unternehmen der Ortessa Groep, einem Abfallspezialisten in den Niederlanden.

Ziel ist es, herauszufinden, ob Klasse 1-Kompost für landwirtschaftliche Zwecke aus den Schuhen gewonnen werden kann. Die Resultate sollen Puma dabei unterstützen, den Kompostierungsprozess zu verstehen und daraus Schlüsse für die zukünftige Produktion von nachhaltigen Sneakern zu ziehen.

Dieses Projekt ist das erste kreislaufwirtschaftliche Programm, das als Teil von Pumas neuem Innovationshub "Circular Lab" lanciert wird. Es ist allerdings nicht das erste Projekt dieser Art: Mit dem Versuch der Entwicklung eines biologisch abbaubaren Sneakers als Teil der InCycle-Kollektion war Puma 2012 seiner Zeit allerdings offenbar voraus: Nach vier Saisons wurde die Kollektion aufgrund mangelnder Nachfrage und dem Bedarf weiterer Produktentwicklung eingestellt.

"2012 war unsere Ambition groß, kreislaufwirtschaftlich zu agieren, aber die Technologie war noch nicht bereit. Man sagt ja, dass jede Herausforderung auch Möglichkeiten bietet und wir haben uns gepusht, es besser zu machen, indem wir uns auf unsere Stärken besonnen haben und unsere Schwachstellen ausgemerzt haben," sagt Heiko Desens, Creative Director bei Puma. Verbesserungen seien etwa die Verwendung von Zeology Rauleder, das im Vergleich zu anderen untersuchten nachhaltigen Materialien für den Träger des Sneakers komfortabler sei. Auch die Außensohle des Sneakers wurde verändert, um einen besseren Tragekomfort zu erzielen.

Puma plant, die Ergebnisse und Erkenntnisse des Experiments mit der gesamten Industrie zu teilen. Kreislaufwirtschaft ist ein zentraler Teil der Forever Better-Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Bis 2025 will Puma seinen Abfall verringern, indem das Unternehmen den Anteil an recyceltem Polyester in seinen Produkten auf 75% erhöht, Produktrücknahmeprogramme in seinen größten Märkten einführt und recycelbare Materialoptionen für Leder, Gummi, Baumwolle und Polyurethan einführt.

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