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Erwartungen übertroffen, Prognose erhöht

Adidas startet mit Schwung ins Jahr

Adidas
Adidas ist erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Mit Innovationen wie dem 4DFWD soll das zweite Quartal noch besser werden.
Adidas ist erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Mit Innovationen wie dem 4DFWD soll das zweite Quartal noch besser werden.

Mit einem Umsatzplus von 20% im ersten Quartal ist der zweitgrößte Sportkonzern der Welt hervorragend ins neue Jahr gestartet. Trotz Lockdown konnte Adidas auch die Erlöse in Europa steigern. Das zweite Quartal soll noch sehr viel besser werden.

Ohne negative Währungseinflüsse sieht das Bild sogar noch rosiger aus: Bereinigt beträgt das Umsatzplus von Januar bis März sogar 27%. Insgesamt erzielte Adidas im ersten Quartal einen Umsatz von 5,27 Mrd. Euro. Das Niveau von 2019 hat Adidas damit noch nicht ganz erreicht (5,34 Mrd. Euro) – allerdings waren Ende März weltweit noch immer 11% der Adidas-Läden geschlossen.


Es ist das erste Quartal, in dem die Umsätze der zum Verkauf stehenden Tochter Reebok nicht eingerechnet werden. Dieser rückt offenbar in greifbare Nähe: Wie Reuters am Mittwoch berichtete, soll der Konzern für kommende Woche erste unverbindliche Gebote erwarten.

Damit ist nach Puma und Under Armour nun auch der größte Nike-Konkurrent sehr erfolgreich ins Jahr gestartet. Und auch Adidas verkauft nicht nur deutlich mehr, der Konzern hat damit auch wieder ordentlich Geld verdient: Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg auf 502 Mio. Euro. Er war im Vorjahr auf 26 Mio. Euro eingebrochen. Das Betriebsergebnis verbesserte sich von 48 Mio. Euro auf 704 Mio. Euro. Damit hat sich die operative Marge wieder erholt auf 13,4%.

Das Geschäft auf dem europäischen Heimatmarkt konnte um 4% auf 1,77 Mrd. Euro verbessert werden. Im Vergleich dazu sind die China-Umsätze explodiert: Sie legten um 151% auf 1,4 Mrd. Euro zu. Damit ist die Region Greater China die zweitgrößte bei Adidas, Nordamerika folgt mit 1,16 Mrd. Euro (minus 1%). Dort schlugen Währungseffekte besonders hart zu Buche, währungsbereinigt gewann Adidas auf dem größten Sportmarkt der Welt 8%.

Mehr als ein Drittel des Umsatzes erzielt Adidas mittlerweile auf direktem Weg mit den Kunden. Dieses Geschäft ist um 31% gewachsen. „Bis 2025 werden wir ein D2C-getriebenes Unternehmen mit Online als wichtigstem Store.“ Eine klare Ansage, die Adidas-Chef Kasper Rorsted im März bei der Vorstellung seiner neuen Fünf-Jahres-Strategie für den Konzern machte. Getrieben war das D2C-Wachstum auch in den ersten drei Monaten 2021 vom eigenen E-Com-Business. Dieses stieg um 43% nach 35% im Vorjahresquartal. Damit haben sich die Online-Umsätze innerhalb von zwei Jahren fast verdoppelt.

Trotz negativer Effekte resultierend aus anhaltenden Lockdowns in Europa, branchenweiten Herausforderungen in der Lieferkette und der geopolitischen Situation erhöht Adidas die Prognose für die Umsatzentwicklung im Gesamtjahr. Aufgrund der gesunden Markendynamik und der stärker als erwarteten Produktnachfrage erwartet das Unternehmen nun einen währungsbereinigten Umsatzanstieg im hohen Zehnprozentbereich. Speziell für das zweite Quartal prognostiziert Adidas eine deutliche Beschleunigung des Umsatzwachstums und einen währungsbereinigten Umsatzanstieg um etwa 50%.

Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen soll im laufenden Geschäftsjahr auf einen Wert zwischen 1,25 Mrd. Euro und 1,45 Mrd. Euro steigen (2020: 461 Mio. Euro).

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