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Nach intensiven Diskussionen

Intersport: Keine Mehrheit für Satzungsänderung

Intersport
Entlastet, aber vor neuen Herausforderungen (v.l.): Der Intersport-Vorstand mit Mathias Boenke (COO), Alexander von Preen (CEO), Frank Geisler (COO). Noch-CFO Hannes Rumer verlässt Intersport Ende März.
Entlastet, aber vor neuen Herausforderungen (v.l.): Der Intersport-Vorstand mit Mathias Boenke (COO), Alexander von Preen (CEO), Frank Geisler (COO). Noch-CFO Hannes Rumer verlässt Intersport Ende März.

Abgelehnt: Die Intersport-Führung hat von ihren Mitgliedern nicht die nötige Unterstützung für die geplante Einführung eines Gemeinschaftsbeitrages erhalten. Bei der Generalversammlung wurde die nötige Dreiviertel-Mehrheit für die dafür erforderliche Satzungsänderung nicht erreicht. Nur knapp zwei Drittel der rund 300 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder stimmten für den Antrag. Notwendig wäre eine Dreiviertel-Mehrheit gewesen.

Seit Monaten wirbt der Vorstand bei den Intersport-Mitgliedern unter anderem für eine Satzungsänderung, die die Einführung dieses Beitrags ermöglicht hätte. Dieser hätte sich pro Mitglied auf monatlich 500 Euro belaufen und wäre vor allem in schnellere digitale Systeme und einen verbesserten Datenaustausch investiert worden.


Die Beweggründe der Gegner lassen sich, so ist von Teilnehmern zu hören, nicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Einige wollen aufgrund fehlender Nachfolgelösungen am liebsten gar nicht mehr investieren, andere sind nicht bereit, einen Gemeinschaftsbeitrag für Leistungen zu errichten, die sie auch bisher nicht genutzt haben.



Allgemeiner Unmut über die Arbeit des amtierenden Vorstandes lässt sich an den weiteren Abstimmungsergebnissen nicht ablesen: Sowohl der Jahresabschluss als auch die Ergebnisverwendung wurden einstimmig verabschiedet, der Vorstand wurde mit nur einer Gegenstimme entlastet. Dem Vorstand gehören neben Alexander von Preen die beiden COOs Mathias Boenke und Frank Geisler an. Im Mai tritt der neue Finanzchef Thomas Storck als Nachfolger des amtierenden CFO Hannes Rumer an, der offiziell Ende dieses Monats ausscheidet.

Auch der Aufsichtsrat wurde bestätigt. Mit der neu gewählten Franziska Schölzel zieht erstmals eine Frau in den Aufsichtsrat der Intersport ein. Die 37-Jährige ist seit 2011 Geschäftsführerin von Intersport Hübner mit acht Filialen in Dresden, Leipzig, Magdeburg und Brandenburg. Sie folgt auf Udo Siebzehnrübl, der sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Stefan Thurner und Hansjörg Stähle wurden erneut für drei Jahre in ihrem Amt bestätigt. Direkt im Anschluss an die Generalversammlung hat der Aufsichtsrat in seiner konstituierenden Sitzung erneut Knud Hansen zum Vorsitzenden bestimmt. Das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden ist wie zuletzt Stefan Thurner übertragen worden.

Einen ausführlichen Bericht über die Folgen des Mitglieder-Votums und die weitere Umsetzung der Best in Sports-Strategie der Intersport-Führung lesen Sie am kommenden Donnerstag in der Newsline TW Sports, für die Sie sich hier anmelden können.

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