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TW Sports
Fünf Macher, fünf Meinungen

Top-Statements von der Ispo

Veja
Mit dem Modell Condor setzt Veja jetzt auch im Running-Markt ein Statement.
Mit dem Modell Condor setzt Veja jetzt auch im Running-Markt ein Statement.

Wo sehen die großen Player noch Wachstum? Wie erklärt man Nachhaltigkeit? Und wie muss eine progressive Outdoor-Brand aussehen? Die TW traf die Macher von Veja, Vaude, Haglöfs, The North Face und Jack Wolfskin auf der Ispo in München.

 

Sébastien Kopp, Veja
Sébastien Kopp (li.) und François-Ghislain Morillion sind die Macher und Gründer von Veja. Ihr erster Running-Schuh, das Modell Condor, wurde auf der Ispo Munich mit dem Product of the year-Award ausgezeichnet.
Veja / Ludovic Carème
Sébastien Kopp (li.) und François-Ghislain Morillion sind die Macher und Gründer von Veja. Ihr erster Running-Schuh, das Modell Condor, wurde auf der Ispo Munich mit dem Product of the year-Award ausgezeichnet.
TW: Warum steigt Veja in den Running-Markt ein, Herr Kopp?
Sébastien Kopp: Wir machen seit 15 Jahren hervorragende Schuhe, allerdings mit keiner speziellen Technologie. Immer wieder fragten uns Kunden: Kann ich in meinen Veja-Schuhen auch joggen gehen? Aber wir mussten antworten: Nein. Dafür gibt es bessere Schuhe. Als wir nun vor vier Jahren mit der Entwicklung begonnen haben, war die große Herausforderung, umweltfreundliche Technologien zu entwickeln und die Post-Petroleum-Ära im Running einzuleiten. Unser Vorteil im Vergleich zu anderen Brands ist, dass wir sehr teure Materialien verwenden können – weil wir keine Werbung machen. So haben wir unsere Veja-DNA nun in einen Running-Schuh gebracht. In einen, so hat es die Tage ein Läufer gesagt, unspektakulär guten Running-Schuh. Und jeder ist ein bisschen überrascht.



Antje von Dewitz, Vaude

Vaude-Chefin Antje von Dewitz kämpft an vielen Fronten für das Thema Nachhaltigkeit. Gerade erst wurde sie zur Vize-Präsidentin der European Outdoor Group EOG gewählt.
Winfried Heinze, Vaude
Vaude-Chefin Antje von Dewitz kämpft an vielen Fronten für das Thema Nachhaltigkeit. Gerade erst wurde sie zur Vize-Präsidentin der European Outdoor Group EOG gewählt.
TW: Was kann dem Handel Orientierung bieten bei dem komplexen Thema Nachhaltigkeit, Frau von Dewitz?
Antje von Dewitz: Dafür haben wir jetzt endlich den Grünen Knopf. Dieses staatliche Meta-Siegel kann genau diese Orientierung bieten. Ich bin davon überzeugt, dass viele der Marken, die jetzt noch in der Klärung sind, mitmachen werden und dass dieses Siegel eine hohe Relevanz bekommen wird. Dafür machen wir uns stark.



Fredrik Ohlsson, Haglöfs

Der neue Haglöfs-CEO Fredrik Ohlsson ist seit 2015 bei der schwedischen Outdoor-Brand. Er will den Weg, den sein Vorgänger Carsten Unbehaun eingeschlagen hat, fortführen.
Haglöfs
Der neue Haglöfs-CEO Fredrik Ohlsson ist seit 2015 bei der schwedischen Outdoor-Brand. Er will den Weg, den sein Vorgänger Carsten Unbehaun eingeschlagen hat, fortführen.
TW: Wie will Haglöfs zurück zu alter Stärke, Herr Ohlsson?
Fredrik Ohlsson: Wir streben in den kommenden Jahren wieder zweistelliges Wachstum an. Dafür haben stark in die Organisation investiert. Außerdem eröffnen wir jetzt in Charmonix unseren ersten europäischen Store außerhalb Nordeuropas, kominbiniert mit der größten europaweiten Out of home-Kampagne der Firmengeschichte. Wir haben aber auch massiv am Design gearbeitet. Das wird erstmals sichtbar im nächsten Herbst, vor allem dann aber im Frühjahr 21. Dann wird man eine neue Designsprache sehen, die Haglöfs Positionierung als progressiver Outdoor-Performance-Brand entspricht. Wir werden zum Beispiel wieder etwas farbiger werden, etwas mehr edgy.



Jan Van Leeuwen, The North Face

Jan Van Leeuwen ist Vice President und General Manager von The North Face für die EMEA-Region
VF
Jan Van Leeuwen ist Vice President und General Manager von The North Face für die EMEA-Region
TW: Wo sieht The North Face weiteres Wachstum, Herr Van Leeuwen?
Jan Van Leeuwen: Auch wenn die Umsätze der Outdoor-Branche eher stagnieren, wachsen die Outdoor-Communities. Der Bedarf nach Produkten ist also da. Es gibt immer noch viele, die mit Baumwoll-Shirt und Alltagsschuhen wandern gehen. Denen müssen wir zum Beispiel nahebringen, was Bekleidung und Ausrüstung alles leisten können. Ein weiterer Treiber ist Innovation. Mit Futurelight geben wir den Kunden einen Grund, sich eine neue Jacke zu kaufen. Diese Technologie werden wir nun auf weitere Produkte ausweiten. Im Frühjahr wird es Regenjacken geben, wir werden dann allmählich auch in den Lifestyle-Part gehen. Der Wetterschutz, den Athleten in den Bergen getestet haben, nützt natürlich auch dem Radfahrer auf dem Weg ins Büro.



Melody Harris-Jensbach, Jack Wolfskin

Melody Harris-Jensbach steht seit Ende 2014 an der Spitze des Outdoor-Spezialisten Jack Wolfskin.
Jack Wolfskin
Melody Harris-Jensbach steht seit Ende 2014 an der Spitze des Outdoor-Spezialisten Jack Wolfskin.
TW: Honorieren die Kunden Nachhaltigkeits-Engagement, Frau Harris-Jensbach?
Melody Harris-Jensbach: Das Thema Sustainability war ein nicht zu übersehender Fokus der anwesenden Marken und auch wir können bestätigen, dass das Interesse an unserem sehr umfangreichen Nachhaltigkeits-Engagement – von Texapore Ecosphere, über Future Dye, Microguard WoolBlend bis hin zum voll recycelten Rucksack Ecoloader – wieder ausgesprochen gut ankam. Ein besonderer Publikumsmagnet war Felix Neureuther, der seine erste, nachhaltige Signature Ski-Kollektion von Jack Wolfskin vorgestellt hat.

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