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Genehmigt

Österreichische Händler übernehmen Intersport Österreich

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Nicht getrennt, aber doch unter eigener Flagge: Die österreichischen Intersport-Mitglieder übernehmen ihre Genossenschaftsanteile von Intersport Deutschland zurück.
Nicht getrennt, aber doch unter eigener Flagge: Die österreichischen Intersport-Mitglieder übernehmen ihre Genossenschaftsanteile von Intersport Deutschland zurück.

Von rund zwei Monaten hatte Intersport Deutschland wie berichtet angekündigt, die Genossenschaftsanteile an der österreichischen Gruppe an die dortigen Intersport-Mitglieder übertragen, also zurückverkaufen zu wollen. Dieses Vorgehen wurde nun vom Kartellamt bestätigt.

Konkret heißt es in einem Schreiben des Verbunds: "Intersport Deutschland eG und die Premiumsport-Service GmbH haben die Rückübertragung der Genossenschaftsanteile der Intercontact Österreich GmbH an österreichische Intersport-Mitglieder beschlossen. Die österreichische Wettbewerbsbehörde hat die Transaktion nunmehr bestätigt."

Dass Intersport Deutschland 2013 die Genossenschaftsanteile übernommen hatte, sicherte damals das Fortbestehen der österreichischen Intersport-Gruppe, die durch den Verlust des mit Abstand größten Mitglieds Sport Eybl in wirtschaftliche Schieflage geraten war. Auf die Eybl-Gruppe entfielen zu Hochzeiten schließlich rund 70% des gesamten Intersport-Umsatzes. Aus Intersport Österreich wurde durch die Übernahme Intercontact Österreich, eine 100%ige Enkelgesellschaft der Intersport Deutschland.

In den Folgejahren konnte sich der österreichische Verbund aber erholen. Er zählt mittlerweile 358 Standorte in Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn, wobei Österreich mit 276 Filialen zu den stärksten Märkten zählt.

Die neu gegründete Gesellschaft Premiumsport Service, die die Anteile nun übernimmt, hat ihren Sitz in Wels. Geschäftsführer sind Harald Tscherne und Roman Winninger, zwei große Intersport-Mitglieder. Die Höhe des Kaufpreises ist nicht bekannt, da beide Seiten Stillschweigen vereinbart haben.

Als Trennung der Organisationen wollen die Beteiligten den Schritt nicht verstanden wissen. "Wir werden wieder eigenverantwortlich arbeiten, aber nicht allein", sagte Tscherne Ende Mai bei der Bekanntgabe der Pläne. Er war als damaliger Aufsichtsratsvorsitzender von Intersport Österreich auch schon am Verkauf der Anteile an die Deutschen beteiligt.

"Über gemeinsam erarbeitete Kooperationsvereinbarungen stellen wir sicher, auch zukünftig Synergien in den Kernprozessen rund um den Einkauf, unsere Intersport-Exklusivmarken, im Category Management, IT- und Omnichannel-Services zu realisieren", bestätigte damals auch Alexander von Preen, CEO von Intersport Deutschland. Der so genannte Fünf-Länder-Verbund bleibe also weiter bestehen.
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