Zweistelliges Wachstum im WM-Sommer. Der Adidas-Konzern legt im zweiten Quartal 2018 währungsbereinigt um 10% beim Umsatz zu. In Euro lagen die Zuwäche bei 4% und summieren sich auf 5,3 Mrd. Euro im Quartal. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäften konnte um 20% auf 418 Mio. Euro gesteigert werden, das Betriebsergebnis um 17% auf 592 Mio. Euro.

Das Umsatzplus kommt aus der Hauptmarke Adidas, die um 12% wächst (6% in Euro) und damit für 4,8 Mrd. Euro Umsatz im zweiten Quartal steht. Die Schwestermarke Reebok musste unterdessen 3% Umsatz abgeben (10% in Euro), ihre Umsätze summieren sich somit auf 387 Mio. Euro. Bei Reebok haben Rückgänge in den Segmenten Training und Running das Wachstum im modischen Classics-Part nicht kompensieren können.

In den Quartalszahlen spiegeln sich auch Adidas' Bemühungen, direkt an den Konsumenten zu verkaufen. Während die Wholesale-Umsätze insgesamt im „hohen einstelligen Bereich” zulegen konnten, sei das direkte Geschäfte mit den Konsumenten im hohen zweistelligen Prozentbereich gewachen, für den eigenen E-Commerce weisen die Herzogenauracher ein Plus von 26% aus.

Und auch die Märkte performen unterschiedlich. Die Marke Adidas verspürt vor allem in den USA und China Rückenwind. Die Geschäfte in Nordamerika konnten um 16% zulegen, die Region China verzeichnet sogar ein Plus von 27%. Die GUS-Märkte, zu denen auch Russland zählt, wo dieses Jahr die für Adidas traditionell wichtige Fußball Weltmeisterschaft stattfand, werden mit einem Zuwachs von 14% ausgewiesen.

Auf dem Heimatmarkt weht der Wind dagegen rauer. Die Region Westeuropa, umsatztechnisch der größte Markt für den Konzern, konnte währungsbereinigt nur um 2% zulegen (rund 3 Mrd. Euro Umsatz). Besser lief es hier hingegen beim Rivalen Nike: Der Weltmarktführer hat im letzten Quartal (31.5.) ein währungsbereinigtes Plus von 10% auf 2,5 Mrd. USD (2,2 Mrd. Euro) erzielt. Auch Puma hat sich auf dem Heimatmarkt sehr viel dynamischer entwickelt - wenngleich natürlich auf sehr viel niedrigerem Niveau: Im zweiten Quartal 2018 konnten die Erlöse in der Region EMEA währungsbereinigt um 10,5% auf 416 Mio. Euro gesteigert werden.

Der Löwenanteil der Adidas-Umsätze entfällt nach wie vor auf Schuhe. Hier konnte der Konzern die Umsätze währungsbereinigt um 9% auf 3,1 Mrd. Euro steigern. Die höchsten Zuwächse verbuchte allerdings das Geschäft mit Bekleidung. Hier stiegen die Erlöse um 14% auf rund 1,9 Mrd. Euro. Auf Hartwaren entfallen 264 Mio. Euro Umsatz (plus 1%).
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