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Halbjahresbilanz

Puma rutscht in die roten Zahlen

Robert Ashcroft / Puma

Die Covid-19-Pandemie macht dem Sportartikelkonzern zu schaffen. Die Umsätze im zweiten Quartal sanken um knapp ein Drittel, die Profitabilität leidet massiv.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres konnte Puma Umsätze in Höhe von 831 Mio. Euro erwirtschaften, was währungsbereinigt einem Minus von 30,7% entspricht. Unter anderem „hohe Rabatte, Abwertungen auf Vorräte und Rückstellungen für Retouren bedingt durch Covid-19“ lassen die Rohertragsmarge auf 43,9% sinken, meldet der Konzern. Unter dem Strich steht damit beim operativen Ergebnis (Ebit) ein Betrag von knapp minus 115 Mio. Euro. Im Vorjahr standen noch 80,3 Mio. Euro in der Bilanz. Das Konzernergebnis lag im zweiten Quartal bei minus 95,6 Mio. Euro.

Das erste Halbjahr färbt sich dadurch rot. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres sanken die Umsätze währungsbereinigt um 15,4% auf 2,13 Mrd. Euro. Die Rohertragsmarge verschlechterte sich von 49,2% im Vorjahreszeitraum auf nun 46,2%. Nach einem positiven Ebit von 223 Mio. Euro im Vorjahr steht jetzt ein operatives Ergebnis von minus 59,4 Mio. Euro am Ende des ersten Halbjahres in den Büchern.

„Das zweite Quartal 2020 war das schwierigste Quartal, das ich jemals erlebt habe“, kommentiert CEO Bjørn Gulden die Zahlen. „Ein Virus, das 85% des gesamten weltweiten Sport- und Modegeschäfts lahmlegt, war eine Erfahrung, die ich niemals erwartet hätte.“ Das Quartal habe mit einem Umsatzminus von 55% im April begonnen, im Mai habe das Minus noch bei 38% gelegen, im Juni bewegten sich die Umsätze dann nur noch 6% unter Vorjahr.

„Flexibilität im Umgang mit unseren Handelspartnern, verkaufsfördernde Maßnahmen in unseren eigenen Geschäften und ein verstärkter Fokus auf unser E-Commerce-Geschäft waren die Bestandteile unserer kurzfristigen Strategie“, sagt Gulden.

Die mittelfristige Strategie sehe vor, dass „wir vollständig in die Produktentwicklung für das Jahr 2021 und weiterhin in unser Marketing investieren, digitale Sell-in Meetings mit unseren Handelspartnern durchführen und auf ein hohes Maß an lokaler Entscheidungsfindung setzen“. Einen „präzisen Finanzausblick“ traut sich Gulden indes aufgrund der aktuellen Lage nicht zu, übt sich aber in Optimismus. „Wir sehen, dass sowohl die Konsumenten als auch unsere Handelspartner weltweit Puma gegenüber positiv eingestellt sind und wir werden weiterhin alles tun, um ihnen zu gefallen.“
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