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House of Fraser-Übernahme belastet

Sports Direct verschiebt Bilanz-Veröffentlichung


House of Fraser
House of Fraser in London
House of Fraser in London

Die Integration des 2018 übernommenen Londoner Warenhaus-Filialisten House of Fraser in das eigene Unternehmen fällt Sports Direct offenbar schwerer als gedacht. Der britische Sportartikel-Retailer erklärte am Montag, dass er die Veröffentlichung der vorläufigen Jahresbilanz 2018/19 für den Zeitraum bis 28. April deshalb verschieben muss.


„Grund für die Verzögerung ist die Komplexität der Integration des House of Fraser-Geschäfts in das Unternehmen“, teilt das Unternehmen aus Shirebrook/England am Montag mit. Zudem gebe es „Unsicherheiten über die künftige Handelsperformance des Unternehmens“. Eine verstärkte behördliche Kontrolle führe zu längeren Vorlaufzeiten für den Abschluss. Der Konzern habe mehr Informationen als in den Vorjahren für die Bilanzprüfung zusammenstellen müssen.

Ursprünglich sollten die Zahlen von Sports Direct, dessen Gründer und CEO der britische Unternehmer Mike Ashley ist, am Donnerstag, 18.Juli, bekanntgegeben werden. Jetzt peilt das Unternehmen für die Veröffentlichung den Zeitraum zwischen 26. Juli und 23. August an.



Die Anleger verunsicherte die Nachricht von der Verschiebung. Der Börsenkurs von Sports Direct brach anschließend am Montag um zeitweise bis zu 13% ein.

Sports Direct hatte die britische Warenhauskette House of Fraser mit fast 60 Häusern im August 2018 übernommen. Bereits im Dezember 2018 hatte sich bei der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen gezeigt, dass der Kauf die Konzernbilanz belastete. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um rund 5%. Ohne die Akquisition konnte das Unternehmen das Ebitda um knapp 16% steigern.

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