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Innovation der US-Marke

Warum der Nike Adapt BB das Zeug zum Gamechanger hat

Nike
Der Nike Adapt BB
Der Nike Adapt BB

Angekommen in der Zukunft: Was mit dem selbstschnürenden Schuh von Marty McFly in dem Kult-Film Zurück in die Zukunft begann, ist jetzt Realität. Nike hat jetzt mit dem Nike Adapt BB einen Basketballschuh präsentiert, der sich nicht nur selbst schnürt, sondern per App kontinuierlich reguliert werden kann. Ein Sneaker, der das Zeug zum Gamechanger hat.

Echter Zusatznutzen

Schuhe, die sich selbst schnüren, sind zunächst einmal eine nette Spielerei – mehr aber nicht. Der Nike Adapt BB kann hingegen permanent dem Fuß angepasst werden. Ein Motor mit Getriebezug erkennt beim Anziehen die vom Fuß benötigte Spannung und passt die Schnürung entsprechend an. Mithilfe der Nike Adapt-App können die Basketballspieler unterschiedliche Einstellungen vornehmen. Ein Spieler kann beispielsweise während eines Timeouts den Schuh lösen und ihn wieder schnüren lassen, sobald das Spiel weitergeht. Zunächst braucht es dafür das Smartphone in der Hand, in Zukunft können die Spieler allerdings per App auch vorab verschiedene Einstellungen konfigurieren. Außerdem sollen künftig auch noch weitere personalisierte Services angeboten werden. Nettes Gimmick: Während sich der Schuh dem Fuß anpasst, leuchtet der Schuh. Und zwar in der Wunschfarbe.

Akzeptabler Preis

Zu einem Meilenstein macht diesen Schuh allerdings nicht nur seine Technologie, sondern vor allem auch sein Preis: Mit 350 US-Dollar ist der HighTech-Sneaker vielleicht nicht massentauglich, aber im Verhältnis zum sonstigen Preisgefüge bei Top-Modellen durchaus erschwinglich. Auf den Markt kommt er schon im Februar. Zunächst allerdings nur in den USA.

Nike denkt groß

Der Nike Adapt BB ist erst der Anfang. Noch in diesem Jahr soll die FitAdapt-Technologie auf weitere Performance- und Lifestyle-Kategorien ausgeweitet werden, kündigt Michael Donaghu, Nike VP of Innovation an. Auch in größeren Stückzahlen.

Nike: Präsentation des Hightech-Schuhs Nike Adapt BB


„Wir haben Basketball aufgrund der Anforderungen, die Athleten bei ihren Schuhen stellen, bewusst als erste Sportart für Nike Adapt ausgewählt“, so Eric Avar, Nike VP Creative Director of Innovation. „Während eines normalen Basketballspiels ändert sich der Fuß des Athleten und die Fähigkeit, die Passform schnell zu ändern, indem man den Schuh lockert, um den Blutfluss zu erhöhen und ihn dann wieder zu straffen, ist ein Schlüsselelement, von dem wir glauben, dass es das Erlebnis des Athleten verbessern wird.“

Community-Connecting

Kunden, die sich über Nike Adapt mit Nike connecten, sollen künftig nicht nur Infos zu passenden Produkten erhalten, sondern auch personalisierte Infos rund ums Training.  „Diese Unterhaltungen haben die Macht, die Vorteile zu nutzen, die wir noch nie zuvor gesehen haben. Sie bieten allen Sportlern die neueste Sportwissenschaft, einschließlich personalisiertem Training in Echtzeit und Beratung“, so Michael Donaghu. „Es wird uns auch dabei helfen, Produkte besser zu machen, und wir erhalten Feedback, das in einem erstklassigen Dialog vermittelt wird.“

Was das Connecten mit der Community und das Anbieten personalisierter Produkte und Services angeht, hat Nike allerdings harte Konkurrenz. Was die Herstellung personalisierter Produkte angeht, ist Adidas mit den Speedfactories heute die Benchmark. Produkte mit hohem und individualisierbaren Zusatznutzen über einen NFR-Chip kommen schon kommende Woche von Mammut in die Läden. Auch Under Armour machte jüngst wieder von sich reden: Auf der Technikmesse CES in Las Vegas präsentierte das Unternehmen, wie es gemeinsam mit Partnern wie Samsung und JBL und der nahtlosen Integration derer Produkte ein Running-Ökosystem rund um den Runningschuh HOVR etablieren will.
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