Der Sportartikelkonzern Adidas hat offiziell den Start seines neuen Sport-Accelerator-Programms Platform A bekannt gegeben. Das Unternehmen hat 13 Start-ups ausgewählt, mit denen es an neuen Geschäftsideen für die Sportindustrie arbeitet.
Adidas investiert insgesamt eine Million Euro in den Aufbau des Programms. Ziel des Accelerators ist es, die Innovationskraft der globalen Start-up-Szene zu nutzen und gemeinsam Potenziale für neue strategisch wichtige Projekte zu identifizieren. Im Fokus stehen dabei die Bereiche Digital, Vertrieb und der Aufbau von Communities.

Hauptsitz des Programms ist das weltgrößte Start-up-Camp Station F. 1000 Start-ups sind auf diesem Campus mit 34.000 Quadratmetern mitten in Paris angesiedelt. Station F hat sich in kürzester Zeit einen Namen als Partner von Unternehmen wie Facebook, L‘Oréal, LVMH und Microsoft gemacht. Adidas ist das erste Sport-Unternehmen, das ein Programm auf dem Campus anbietet.

Bereits im Dezember 2018 hatten sich 28 ausgewählte Start-ups um die Aufnahme in das Programm beworben. Die Jury um Scott Zalaznik (Senior Vice President Digital), Nigel Griffiths (Senior Vice President Global Sales) und Stefan Boegle (Senior Director Business Model Strategy & Brand Partners) hat sich gemeinsam mit anderen internen und externen Jury-Mitgliedern für 13 Start-ups entschieden, deren Teams nun im Januar teilweise auf den Campus ziehen werden.

Zu den ausgewählten Start-ups zählen unter anderem „Overtime“ – ein Sportnetzwerk für die digitale Generation (New York), „Hero“ – ein live Shopping-Service, der Online-Shopper mit Store-Mitarbeitern verbindet (London/New York) und „Running Care“ – ein digitaler Coach, der Läufern hilft, Laufverletzungen zu verhindern und zu behandeln (Paris) sowie Blue Bite, SneakerCrypt, Storr, WOM, YEAY, eyecandylab, Radius8, Stuffstr, Vekia und Neurun.

„Wir freuen uns sehr, mit Station F und den besten Start-ups unseres Sektors zusammen zu arbeiten“, sagt Adidas-Chef Kasper Rorsted. „‚Platform A‘ bietet ihnen und uns die Möglichkeit, voneinander zu lernen. Gemeinsam werden wir innovative und spannende neue Produkte und Geschäftsmodelle für den Sport entwickeln.“

Eric Liedtke, Vorstandsmitglied von Adidas und verantwortlich für Global Brands, ergänzt: „Was Adidas und Station F verbindet, ist unser Verständnis von Zusammenarbeit. Open Source steht im Mittelpunkt unserer Strategie. Wir wissen, dass wir nicht alle Antworten haben. Durch eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Start-ups vereinen wir Agilität mit der sportlichen Expertise und der Schlagkraft einer globalen Marke. Bei Station F sind wir umgeben von Gleichgesinnten, mit denen wir Fortschritt vorantreiben und gemeinsam an digitalen Innovationen im Sport arbeiten."

Für Adidas ist die Kooperation mit den Start-ups unter dem Dach von Station F Teil der konsequenten Umsetzung des strategischen Business Plans „Creating the New“.„Creating the New“ basiert auf den drei strategischen Säulen Schnelligkeit, Städte und Open Source. Im Rahmen von Open Source arbeitet Adidas weltweit mit vielen Athleten und Kreativen zusammen, unter anderem mit Pharrell Williams. Zudem pflegt Adidas langjährige Partnerschaften mit Unternehmen und Organisationen wie Parley for the Oceans, BASF und Ikea.
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