Der Bekleidungs-Lizenznehmer des Ski-Spezialisten Völkl hat einen Insolvenzantrag gestellt. Die Stuttgarter VPW GmbH hatte Ende 2016 die exklusiven Rechte zur Vermarktung der Marke Völkl Performance Wear erworben. Zuvor wurde die Bekleidungs- und Accessoires-Kollektion von Völkl inhouse erstellt und vertrieben.

Die VPW hat am 22. August einen Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht Stuttgart gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dietmar Haffa, Schultze&Braun, bestellt. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens läuft unverändert weiter. Gemeinsam mit VPW-Geschäftsführer Robert Schlagenhauf und Tobias Hirte, ebenfalls Schultze&Braun, arbeite Haffa an Lösungsszenarien, um das Unternehmen und seine Arbeitsplätze zu erhalten, heißt es in der offiziellen Mitteilung von Schultze&Braun.

„Wir haben bereits einen aktiven Investorenprozess angestoßen und sind zuversichtlich, auf diesem Wege eine Lösung für das Weiterbestehen der VPW GmbH zu finden. Erste Interessenbekundungen liegen uns bereits vor”, berichtet Haffa. „Ich bin positiv gestimmt, dass das Unternehmen fortgeführt wird, denn unsere Produkte stehen für hohe Funktionalität und Qualität. Die Winterkollektion 2018/2019 ist bereits teilweise produziert. Ich wünsche mir eine Zukunft für die Marke Völkl Performance Wear”, ergänzt Geschäftsführer Robert Schlagenhauf.

Schlagenhauf war vor der Gründung der VPW bereits als Division Manager Apparel&Accessories für Völkl Performance Wear tätig. Mit der Gründung der VPW und der Lizenzübernahme sollten „die Weichen für einen noch eigenständigeren Auftritt im Bekleidungsbereich” gestellt werden, erklärte Schlagenhauf Anfang 2017.
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