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Intersport-Händler übernehmen Sport Sperk-Filialen

Das sagt Sport 2000 zum Sport Sperk-Aus

Sport Sperk
Mit Sport Sperk verschwindet ein traditionsreicher Name vom Markt.
Mit Sport Sperk verschwindet ein traditionsreicher Name vom Markt.

Der Filialist Sport Sperk war einmal eines der größten Mitgliedsunternehmen von Sport 2000. Warum wurden die Standorte, die nun durch das Aus des Händlers auf dem deutschen Markt zu besetzen waren, nicht von anderen Sport 2000-Händlern übernommen?

Das Sport 2000-Mitgliedsunternehmen Sport Sperk wurde 2016 von der Deichmann-Tochter Ochsner Sport übernommen. Ochsner, seit 2015 mit der Eröffnung der ersten Filiale überhaupt erst in Deutschland vertreten, vergrößerte sein hiesiges Filialnetz damit auf einen Schlag um 13 Standorte. Einer der geschäftsführenden Direktoren der deutschen Ochsner Sport SE mit Sitz in Essen war damals Frank Geisler, heute im Vorstand von Intersport Deutschland. Fünf Jahre später beendet der Schweizer Marktführer dieses Kapitel, um sich auf den Heimatmarkt zu konzentrieren.


Von den 15 Sport Sperk- und Ochsner-Standorten in Deutschland sind zuletzt noch neun übriggeblieben. Eine Sport-, genauer Intersport-Zukunft gibt es für sechs davon. Bereits seit dem 1. Juni wird die Sport Sperk-Filiale im Münchner Einkaufszentrum Pep von Intersport Siebzehnrübl betrieben – derzeit noch unter dem Namen Sport Sperk. Fünf weitere Filialen wechseln zum 1. August den Besitzer: Der Standort Weiden geht an Intersport Giessübel, Heidenheim an Intersport Schoell, über der Filiale in Kassel steht künftig Intersport Voswinkel. Hamburg geht an Intersport Knudsen. Ottobrunn ist der zweite Standort, den Siebzehnrübl übernimmt. Der Intersport-Verbund gewinnt in Summe rund 7500m² Verkaufsfläche.


Sport Sperk war in der Vergangenheit eines der größten Mitgliedsunternehmen von Sport 2000. Das hat sich allerdings relativiert, seit der Verbund auch große Online-Player wie Bergzeit, Bergfreunde und Internetstores zu seinen Mitgliedern zählt. Dennoch hätte man in Mainhausen die Sport Sperk-Standorte gerne weiterhin von Sport 2000-Händlern besetzt gesehen. „Leider haben aber die bundesweit verteilten, heterogenen Standorte nicht ins Portfolio unserer Händler gepasst“, sagt Sport 2000-Geschäftsführer Hans-Hermann Deters.


Anders war das zuletzt bei der Dielmann-Gruppe mit unter anderem sieben Sporthübner-Filialen. Nach der Insolvenz des großen ANWR-Mitgliedsunternehmens Dielmann blieb die Großteil der Schuh- und Sport-Standorte im Verbund. Fünf der Sporthübner-Filialen – darunter das Darmstädter Flaggschiff – gingen allein an Fritz Frank Schuhe + Sport. Ein Schuh- und Sport-Filialist mit mittlerweile über 50 Läden, der zuvor schon große Übernahmen gestemmt hatte. 2014 die bis dato größte: Insgesamt zwölf Schuh- und Sport-Filialen der Fink/Lahr-Gruppe wanderten damals unter das Dach von Fritz Frank Schuhe + Sport.
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