Viele Leerstände prägen das Bild in der Kieler Innenstadt, seit Jahren hatte auch Intersport-Aufsichtsratschef Knud Hansen schon mit rückläufigen Frequenzen zu kämpfen. Anfang des Jahres war Hansen noch verhalten optimistisch, was die Zukunft der Holstenstraße angeht. Doch seither habe sich die Situation weiter verschlechtert. Jetzt im Februar ist Schluss an der Holstenstraße. Hansen schließt sein Stammhaus in der Kieler Innenstadt. 

TextilWirtschaft: Herr Hansen, warum jetzt der Schlussstrich?

Knud Hansen: Diese Entscheidung haben wir vor zwei, drei Monaten getroffen, nachdem die Frequenz am Standort weiter rückläufig war. Weitere Läden haben geschlossen, sogar ein dm-Drogeriemarkt - das will was heißen. Mittlerweile stehen 27 Läden in der Innenstadt leer. Letztendlich haben wir die Entscheidung zu einem Zeitpunkt getroffen, an dem wir das selbst noch in der Hand haben.

Was bedeutet die Schließung einer Filiale für Ihr Unternehmen?

Für die meisten Mitarbeiter haben wir eine gute Lösung gefunden, zum Teil in unseren anderen Filialen. Wir sind ja in Kiel noch mit einem weiteren 1700m² großen Sporthaus vertreten, haben einen Laden in Neumünster und unsere drei Sneaker-Stores Sneaxs. Darauf konzentrieren wir uns jetzt erst einmal.



"Wir gehen in Vorleistung"
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Haben Sie Expansionspläne?

Nichts Konkretes, aber für Sneaxs halten wir immer die Augen offen, in Frage kämen hier alle Studentenstädte in der nördlichen Region Deutschlands. Aber natürlich werden wir uns auch anschauen, wie sich der Standort Holstenstraße entwickeln wird. Wir drücken sozusagen die Pause-Taste. Die Stadt Kiel hat ein Sporthaus in der Innenstadt verdient. Bis es aber hier wieder eine attraktive Ansiedlung geben kann, dafür bräuchte es sicherlich vier bis fünf Jahre.

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