Adidas warnt US-amerikanische Online-Kunden vor einem möglichen Datendiebstahl. Wie der fränkische Sportartikelkonzern mitteilt, wurden „bestimmte Konsumenten“, die im Online-Shop Adidas.com/US eingekauft hatten, über einen „potenziellen Datenschutzvorfall“ informiert.

Der Grund: Adidas hatte am 26. Juni erfahren, dass eine unbefugte Partei behauptet habe, in begrenztem Umfang Zugang zu Daten von Adidas-Kunden erlangt zu haben. „Adidas hat unverzüglich Maßnahmen eingeleitet, um das Ausmaß des potenziellen Vorfalls zu ermittelt und betroffene Konsumenten zu benachrichtigen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Sportartikel-Spezialisten.



Das Unternehmen arbeite mit führenden Datenschutzunternehmen sowie Strafverfolgungsbehörden zusammen, um den Vorfall weiter zu untersuchen.

Den vorläufigen Ermittlungen zufolge beinhalte der betroffene Datensatz Kontaktinformationen, Nutzernamen und verschlüsselte Passwörter. Es bestehe aber kein Grund zur Annahme, dass Kreditkartendaten oder fitnessbezogene Informationen in die falschen Hände geraten sind.

Der Datenklau ist kein Einzelfall. Im Frühjahr musste die Kaufhof-Mutter Hudson’s Bay Company (HBC) zugeben, dass Unbekannte in Nordamerika bei bestimmten Filialen der Töchter Saks Fifth Avenue, Saks Off 5th und Lord & Taylor Daten entwendet hatten. Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Sportartikelanbieter Under Armour Opfer eines Hackerangriffs gewesen war. Dabei wurden Daten der Kalorienzähler-App MyFitnessPal geklaut. Anfang April teilte der Einzelhandelskonzern Sears mit, dass Hacker zeitweise Zugriff auf Kundendaten hatten.

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