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Jahresbilanz

Decathlon: Gewinn bricht ein, Wachstum gebremst

Decathlon
MIt der neuen Rennrad-Eigenmarke Triban will Decathlon Rennrad-Einsteiger und -Fortgeschrittene ansprechen. Für ambitionierte Fahrer wurde die Marke Van Rysel ins Leben gerufen.
MIt der neuen Rennrad-Eigenmarke Triban will Decathlon Rennrad-Einsteiger und -Fortgeschrittene ansprechen. Für ambitionierte Fahrer wurde die Marke Van Rysel ins Leben gerufen.

So rasant die Expansion von Decathlon in Deutschland derzeit auch ist, international hat sich der weltgrößte Sporthändler 2018 deutlich weniger dynamisch entwickelt. Das Umsatzwachstum hat sich auf 5% halbiert. Insgesamt erlöste Decathlon im vergangenen Jahr 11,3 Mrd. Euro.

Damit liegt das Umsatzplus deutlich unter dem Niveau der vergangenen Jahre – und das, obwohl sich die Zahl der Filialen weltweit um 11% auf 1511 erhöht hat. So ist Decathlon allein im vergangenen Jahr in zwölf neuen Märkten gestartet und betreibt nun Filialen in 51 Ländern. In Deutschland betreibt Decathlon aktuell 66 Filialen, die Eröffnung weiterer sieben Läden ist bereits fixiert.

Eingebrochen ist allerdings der Nettogewinn, er lag 2018 bei nur noch 497 Mio. Euro. Das sind 19% weniger als im Vorjahr.

Auf dem Heimatmarkt muss Decathlon sogar rückläufige Umsätze verbuchen: In den insgesamt 315 Läden in Frankreich (2017: 310) wurden 3,14 Mrd. Euro erlöst. Im Vorjahr waren es noch 3,4 Mrd. Euro. 

Die schwierige Situation in Frankreich hat bereits zu personellen Veränderungen im Verwaltungsrat geführt. Nachdem Matthieu Leclercq, Sohn des Firmengründers Michel Leclercq, im Sommer vom Amt des Chairman zurückgetreten war, rückte im Dezember mit Fabian Derville jemand an die Spitze des Kontrollgremiums, der ebenfalls Mitglied des Mulliez-Leclerq-Clans ist. Zur Mulliez-Gruppe gehört neben Decathlon auch die SB-Warenhauskette Auchan sowie die Modefilialisten Orsay und Pimkie.

Das Herunterfahren des Fremdmarken-Anteils soll auch über den Ausbau des Angebots der Eigenmarken kompensiert werden. Speziell im Radsport sind mit Triban und Van Rysel bereits zwei neue Rennrad-Marken am Start, die sowohl Rennrad-Einsteiger und -Fortgeschrittene als auch sehr ambitionierte Radfahrer ansprechen sollen. Die Preis-Range reicht von 259 Euro für Einsteiger-Modelle bis 5000 Euro für High End-Racingbikes. Ab März soll es Eigenmarken für Mountainbikes, Rennräder, Kinderräder, Cityräder, Cross Trekkingräder und Falträder geben. Der Name B’Twin, in der Vergangenheit die Radsport-Marke von Decathlon, wird dann der Markenname der Kinderräder sein.
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