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Kerngeschäft mit Wäsche soll auch durch Zukäufe wachsen

Calida Group will Bergsport-Segment verkaufen

Calida Group
Die Calida Group will in ihre Wäsche- und Dessous-Marken Calida (Foto) und Aubade investieren und weitere Labels in dem Segment zukaufen.
Die Calida Group will in ihre Wäsche- und Dessous-Marken Calida (Foto) und Aubade investieren und weitere Labels in dem Segment zukaufen.

Wie bei der Bilanz-PK im März schon angedeutet, will die Schweizer Calida Group ihre Bergsport-Sparte verkaufen, um sich ganz auf die Kernsegmente Wäsche und Dessous zu konzentrieren. Nachdem bereits die Marken Eider und Oxbow neue Besitzer gefunden haben, soll nun auch die Millet Mountain Group mit den Labels Millet und Lafuma veräußert werden.

Die jüngste Geschäftsentwicklung habe erneut verdeutlicht, dass durch die Konzentration der Geschäftsaktivitäten auf die sehr erfolgreichen Bereiche Unterwäsche und Lingerie sowie Lafuma Mobilier (Gartenmöbel) die Profitabilität und die Positionierung der Gruppe gestärkt werden könne, heißt es aus Sursee. Daher habe der Verwaltungsrat zusammen mit dem Management im Rahmen des Strategie-Review beschlossen, die Division Millet Mountain Group zu verkaufen. Der Umsatz der französischen Bergsportausrüstermarken Millet und Lafuma lag 2020 bei 78,2 Mio. Euro. Im Sortiment sind Bekleidung, Schuhe und Rucksäcke.



Die Calida Group habe "ihr Outdoor-Geschäft in den vergangenen Jahren im anspruchsvollen Marktumfeld kontinuierlich weiterentwickelt, so dass die Millet Mountain Group heute gut positioniert und für die Zukunft gerüstet" sei. 2013 war Calida bei der Lafuma-Gruppe mit den Labels Lafuma, Millet, Eider und Oxbow eingestiegen und hatte seither kontinuierlich die Anteile aufgestockt. Im November 2020 erfolgte dann die komplette Übernahme. Die Hauptmarke Lafuma wurde 1930 von den Brüdern Alfred, Victor und Gabriel Lafuma gegründet.

Der Verkaufserlös der Millet Mountain Group soll in die bestehenden Marken Calida und Aubade investiert werden sowie für Zukäufe im Segment Unterwäsche und Lingerie genutzt werden. Zudem sollen die Online-Aktivitäten weiter ausgebaut werden.

Hans-Kristian Hoejsgaard, Präsident des Verwaltungsrates, kommentiert: "Der beabsichtigte Verkauf der Millet Mountain Group ist der nächste logische Schritt zur Optimierung des Geschäftsmodells der Calida Group. Unser Outdoor-Geschäft kann von einem neuen Eigentümer erfolgreich weiterentwickelt werden." Die Fokussierung auf die Marken Calida und Aubade gebe der Gruppe ein unverkennbares Profil im Bereich Unterwäsche und Lingerie und generiere entsprechende Wertschöpfung, zum Vorteil von Kunden, Mitarbeitenden und Aktionären, so Hoejsgaard.

CEO Timo Schmidt-Eisenhart ergänzt: "Die geplante weitere strategische Fokussierung des Geschäftsmodells wird das Wachstum und die Profitabilität unserer Gruppe zusätzlich befeuern. Gleichzeitig beabsichtigen wir, unser Kerngeschäft Unterwäsche und Lingerie sowohl organisch als auch mit gezielten Akquisitionen auszubauen. Die finanzielle Solidität der Gruppe eröffnet uns interessante unternehmerische Möglichkeiten."

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