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Kommentar zum geplanten IPO von On

Eine andere Liga

TW-Redakteurin Mara Javorovic zum Gang des Schweizer Running-Spezialisten an die New Yorker Börse
TW-Redakteurin Mara Javorovic zum Gang des Schweizer Running-Spezialisten an die New Yorker Börse

On will an die Börse. Damit kommen neue Interessen ins Spiel. Kann das gutgehen?

Wer dieser Tage versucht, von On ein Statement zum geplanten Börsengang zu bekommen, kriegt Antwort von einer Schweizer Kommunikations- und Wirtschaftsberatungsagentur. Man habe die Koordination der Medienanfragen übernommen, da das Unternehmen On aufgrund der strengen Bestimmungen in den USA nicht zum Börsengang kommunizieren dürfe.


Das sind die Regeln. Und die können nun nicht mehr allein vom Management-Team rund um die Co-Founder Olivier Bernhard, David Allemann und Caspar Coppetti gemacht werden. Bislang ist On aber genau damit sehr gut gefahren. Mit innovativen Produkten, einer herausragenden Designsprache, smartem Marketing – und strengen Distributionsrichtlinien.


Ein Geheimtipp ist On allerdings schon lange nicht mehr, mit dem Cloud macht auch der hiesige Schuhfachhandel mittlerweile hervorragende Geschäfte. Dass neue wie alte Handelspartner einen Großteil der Produkte zum Vollpreis verkaufen, ist einer der sichersten Indikatoren für die nach wie vor hohe Begehrlichkeit der Marke. Die bei allem Wachstum hochzuhalten, ist eine Herausforderung, vor der On auch ohne IPO steht.


Dabei können die Macher nun nicht mehr nur ihren eigenen Regeln folgen. Allerdings erhalten Investoren beim Kauf der Papiere wenig Mitspracherecht. Ein Punkt, der im Börsenprospekt ausdrücklich als Risiko für die Aktionäre aufgeführt wird. Die Partner von On wird er wahrscheinlich beruhigen.

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