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Krieg in der Ukraine

Adidas und Puma stoppen Sport-Partnerschaften

Imago / Harry Koerber
Die Puma-Zentrale in Herzogenaurach leuchtet in den Farben der Ukraine. Mehr Strahlkraft hat die heutige Entscheidung von Puma und Nachbar Adidas, Partnerschaften mit russischen Verbänden auszusetzen.
Die Puma-Zentrale in Herzogenaurach leuchtet in den Farben der Ukraine. Mehr Strahlkraft hat die heutige Entscheidung von Puma und Nachbar Adidas, Partnerschaften mit russischen Verbänden auszusetzen.

Mit Adidas und Puma setzen zwei der größten Sportartikelkonzerne der Welt ihre Verträge mit russischen Sportverbänden aus.

Über die Frage, wie politisch Sport sein darf, wurde nicht erst seit den Olympischen Winterspielen in Peking diskutiert. Gerade die großen Sportkonzerne beschworen immer wieder den einigenden – und unpolitischen - Charakter, den der Sport habe.

Der Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, markiert auch in dieser Hinsicht eine Zeitenwende. Adidas ist seit 2008 Partner des Russischen Fußballverbands (RFS). Puma ist seit vergangenem Jahr Partner des Russischen Basketballverbands. Beide Partnerschaften werden mit sofortiger Wirkung ausgesetzt.

Zuvor hatte das IOC empfohlen, russische Athletinnen und Athleten von internationalen Wettbewerben auszuschließen. Die Fußball-Verbände FIFA und UEFA hatten Russland von allen Wettbewerben suspendiert.



Adidas und Puma erlösen Millionen in Russland. Adidas hat 2020 in der Region, zu der neben Russland und den anderen GUS-Staaten auch der frühere GUS-Mitgliedsstaat Ukraine zählte, 584 Mio. Euro Umsatz erzielt. Das entspricht einem Umsatzanteil von 2,9%. Puma nennt keine genauen Zahlen. Der Anteil der in Russland und in der Ukraine erzielten Umsätze liege unter 5%, erklärte Gulden vergangene Woche bei Vorlage der Jahresbilanz. 2021 lag Pumas Gesamtumsatz bei 6,8 Mrd. Euro. 

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