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Kunden müssen bis zu sechs Monate länger warten

Rose Bikes erwartet hohe Umsatzeinbußen durch Lieferverzögerungen

Rose Bikes
So rund läuft es bei der Mountain-Bike-Produktion bei Rose Bikes derzeit nicht.
So rund läuft es bei der Mountain-Bike-Produktion bei Rose Bikes derzeit nicht.

Kunden, die auf ein bestelltes Rad der Firma Rose Bikes warten, müssen sich unter Umständen noch lange gedulden. Fehlende, fix zugesagte Teile und Komponenten aus Asien für die Bike-Montage beeinträchtigen die Lieferfähigkeit der Bocholter derzeit massiv - vor allem im Mountainbike Segment. Kunden müssen mit Verzögerungen von bis zu sechs Monaten rechnen.

„Wir sind von dieser Situation komplett überrascht“, erklärt Thorsten Heckrath-Rose, CEO von Rose Bikes. „Unsere bestellte Ware kommt nicht wie von den asiatischen Zulieferern zugesichert bei uns an. Fest zugesagte Teile haben wir bis heute nicht erhalten.” Der Familienunternehmer entschuldigt sich bei allen betroffenen Kunden, die sich jetzt auf außergewöhnlich lange Wartezeiten einstellen müssen: „Die Lösung des Problems hat für uns oberste Priorität und wir sind davon überzeugt, dass wir sukzessive über die nächsten Wochen und Monate unsere Lieferfähigkeit bei den Mountainbikes wieder verbessern können”, erläutert Heckrath-Rose weiter.


Allerdings sei die Lage aktuell schwer einschätzbar und es könnten keine verlässlichen Aussagen getroffen werden. „Jeder, dessen Bike-Lieferung von der Verzögerung betroffen ist, bekommt von uns eine persönliche Mail zum Status seiner Bestellung mit allen wichtigen Informationen und nächsten Schritten, um gemeinsam eine für den Kunden gangbare Lösung zu finden“, erläutert Tim Böker, Retail-Chef bei Rose Bikes.

Aktuell betreffen diese Verzögerungen vor allem Mountainbikes. „Aber wir merken auch in anderen Bereichen, wie etwa Textilien, dass wir die Nachfrage nicht so schnell bedienen können“, so Böker.

Rose Bikes rechnet mit einem Umsatzausfall im größeren einstelligen Millionenbereich. Dennoch tätige das Unternehmen aktuell den größten Wareneinkauf seiner über 100-jährigen Unternehmensgeschichte. Auch an den Investitionen in die Produktentwicklung, in Digitalisierung, in die Marke und in den Ausbau der Flächen wie z.B. die Store-Eröffnung in Köln im Frühsommer hält das Unternehmen fest.

Seit vergangenem Jahr ist der Bocholter Bike-Spezialist auch mit einer Fläche bei Engelhorn Sports in Mannheim vertreten. In diesem Jahr folgen unter anderem L&T, Reischmann und Globetrotter mit ausgewählten Filialen.


Der Sicherung der Lieferfähigkeit räumt der Bikehersteller in Zukunft höchste Priorität ein und wird in Kürze die neue Position “Head of Supply Chain” schaffen. Diese soll die Einkaufskompetenz für den asiatischen Raum und mehr Präsenz bei den Lieferanten sichern.

Darüber hinaus plädiert Rose-CEO Marcus Diekmann an die Branche, eigene Kompetenzen in Europa aufzubauen und die Abhängigkeit aus Asien zu reduzieren. „Trotz guter Erfahrungen in der Vergangenheit in vielen Segmenten in Asien, müssen auch in Europa Produktionsstätten und -kapazitäten aufgebaut werden”, ist Marcus Diekmann überzeugt. „Das ist eine Aufgabe, die die ganze Branche nur gemeinsam auf den Weg bringen kann.“

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