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"Lieber jetzt den positiven Marketing-Effekt mitnehmen"

Sport Scheck: Attention für Armani

SportScheck
Die Herbst/Winter-Kollektion von EA7 war sowohl auf diesem 24 Quadratmeter großen Pop Up Space im Münchner SportScheck-Store erhältlich sowie im SportScheck-Onlineshop. Flankiert wurde die Kampagne unter anderem durch Screens und digitale Großflächen im Store sowie mit Social Media Posts.
Die Herbst/Winter-Kollektion von EA7 war sowohl auf diesem 24 Quadratmeter großen Pop Up Space im Münchner SportScheck-Store erhältlich sowie im SportScheck-Onlineshop. Flankiert wurde die Kampagne unter anderem durch Screens und digitale Großflächen im Store sowie mit Social Media Posts.

Ende Januar, mitten im harten Lockdown. Online ist die Rabatt-Schlacht bereits in vollem Gange. Da sticht ein Mailing ins Auge: Sport Scheck wirbt für EA7. Und zwar nicht mit roten Preisen. Sondern mit Begehrlichkeit. "Lieber Sport Scheck-Kunde, es ist Endspurt angesagt", heißt es da. "Sichere dir nur noch für kurze Zeit die Premium-Winterware von Emporio Armani EA7!"

Anlass für ein kurzes Gespräch mit Anna Rusche, die in der SportScheck-Geschäftsführung den Einkauf verantwortet und Retail Media-Chef Armin Nusser - über Attention, Communities und den Benefit des fast verdoppelten Filialnetzwerks.

TW: Hat Ihr EA7-Mailing funktioniert, das Ende Januar mitten in der Sale-Schlacht nicht mit roten Preisen warb, sondern mit "Endspurt für die Premium-Winterware"?
Armin Nusser: Mit diesem Mailing komplettiert Armani unsere erfolgreiche Zusammenarbeit aus 2020. Eine umfangreiche Omnichannel-Kampagne, die offenbar funktioniert. Eine Promotion-Fläche in der Münchner Filiale, die Integration im Online-Shop, flankiert mit stationären und digitalen Aktivierungsmaßnahmen. Eine  war der besagte Newsletter.
Anna Rusche: Der Sales-Push ist für Armani ein Aspekt. Die erzielte Attention ein weiterer und vielleicht der Ausschlaggebende. Wir sehen ja, dass im Moment auf Ski-Bekleidung selbst 50% Discount nicht reichen. Die Umstände sind allen bekannt. Armani ist in der glücklichen Lage, einen Teil der Ware in die nächste Saison mitzunehmen. Selbstredend macht es da Sinn, lieber jetzt den positiven Marketing-Effekt mitzunehmen und die NOS-Ware im nächsten Jahr zum regulären Preis anzubieten. Eine Strategie, die sich auf lange Sicht auszahlt.

Stehen bereits Kampagnen mit weiteren Partnern fest?
Nusser: Klar. Wir sind ständig in Gesprächen. Mit unseren Lieferanten ebenso wie mit Unternehmen anderer Branchen. Keine Frage, der Lockdown bremst den stationären Handel an allen Ecken aus. Wer mit den Hufen scharrt, ist die Tourismusbranche. Hier gibt es einige Optionen. Bisher mangelt es nur an der klaren Perspektive, wann wieder gereist werden kann.

Ihr erster Retail Media-Partner war BWM, auch eine Partnerschaft mit Porsche gab es schon. Was versprechen die sich?
Unsere Stores sind alle in zentralen Innenstadtlagen. Hier pulsiert im Normalfall das Leben. Wir haben mehr Traffic als es ein Autohaus im Industriegebiet je haben könnte. Unsere Kunden sind ohne Frage auch potenzielle Kunden für Porsche und BMW. Die sportlich Aktiven will ja im Prinzip jeder erreichen, wir haben sie gebündelt. Neben dieser Premium-Community können wir eine echte 360 Grad-Kampagne spielen. Da gibt es nicht viele, die das so können.
Rusche: SportScheck hat definitiv eine extrem hohe Relevanz für unsere Partner. Der Markenname ist nachweislich sehr bekannt und positiv belegt. Die KPIs wie Traffic in unserem Online-Store und Frequenzen in den stationären Stores sprechen für sich. Wie von Armin schon angesprochen, unsere Kunden sind für unsere Partner mehr als nur attraktiv. Und Omnichannel ist sicher ein weiteres starkes Asset. Es gibt ja nach wie vor viele Sport-Brands, denen die stationäre Präsenz extrem wichtig ist, unter anderem aufgrund der beratungsintensiven Produkte. Im letzten Jahr konnten wir unser Filialnetzwerk fast verdoppeln. Ein absolutes Benefit für den Bereich Retail Media und damit auch für unsere Kooperationspartner.

Noch immer ist offen, wann und wie es weitergeht. Auf welche Szenarien stellen Sie sich ein?
Wir sind hier wie die ganze Branche von den politischen Entscheidungen abhängig. Auch nach den behördlich angeordneten Schließungen können wir hier allerdings flexibel agieren und passen unsere Aktivitäten entsprechend an.

Wie gut können Sie die Ladenschließungen mit dem Online-Business kompensieren?
Wir wachsen online zweistellig auf hohem Niveau. Auch in Österreich und in der Schweiz entwickeln wir uns sehr positiv. Alles sehr erfreulich. Dennoch haben wir für unsere Stores laufende Kosten. Und unsere Kollegen wollen zurück auf die Fläche. Und das schnellstmöglich.

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