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Maloja-Geschäftsführer Klaus Haas zu Sommer 21

„Wir haben guten Grund zur Annahme, dass wir weiter wachsen können“

Maloja
Maloja-Geschäftsführer Klaus Haas: "Schauen wir mal."
Maloja-Geschäftsführer Klaus Haas: "Schauen wir mal."

Maloja-Geschäftsführer Klaus Haas geht recht optimistisch in die Orderrunde. Das hat nicht nur mit dem Bike-Boom zu tun, von dem Maloja profitieren kann. „Auch die anderen Segmente funktionieren besser als erwartet.“ Die Uhren im Chiemgau ticken offenbar einfach anders.

TextilWirtschaft: Keine Verkleinerung der Kollektion für Sommer 21, keine Carry-Overs, keine neuen Order- und Lieferrythmen. Maloja macht wieder einmal alles anders als andere. Warum?
Klaus Haas: Wir haben für Sommer 21 mit „Soul in the Woods“ ein sehr starkes und zeitgemäßes Thema entwickelt. Da geht es viel um „Miteinander“ in der Natur und natürlich dreht sich vieles um die Materie Wald. Das Thema ist sehr geschlossen, so etwas lässt sich nicht einfach abspecken. Glücklicherweise waren wir aber auch nicht ernsthaft vor der Frage einer Reduzierung gestanden, weil unsere Umsätze auch in dieser schwierigen Zeit sehr stabil geblieben sind.

Soul in the Woods: So sieht der Maloja-Sommer 21 aus

Welche Neuheiten zeigen Sie?
Highlight ist sicher eine 3Lagen-Jacke, die gestrickt wird. Diese technische innovative Lösung ermöglicht eine Regenjacke, die nicht nur sehr atmungsaktiv ist sondern auch genügend Stretch für den Sport hat. Daneben haben wir eine Rennradhose entwickelt, deren Nähte verklebt werden. Hier haben wir in unserer Produktionsstätte in Bulgarien in den letzten Jahren viel Know-how aufgebaut und die Klebetechnik auch schon erfolgreich im Biathlon-Weltcup getestet. Bezogen auf Sportarten lag der Schwerpunkt der Entwicklung bei Funktionsbekleidung für Gravelbike und Freeride. Beide Bereiche entwickeln sich für uns gerade sehr dynamisch.

Viele Anbieter rechnen für Sommer 21 mit einem Vororderminus. Wie sehen Ihre Prognosen aus?
Unsere Abverkaufszahlen bei vielen Händlern lassen hoffen, dass das Jahr 2021 kein schlechtes Jahr wird. Wir haben guten Grund zur Annahme, dass wir weiter wachsen können. Schauen wir mal.

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