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Mammut-Chef Oliver Pabst über neue Strukturen, Projekte und Prioritäten

„Jetzt kommt die nächste Phase“

Franziska Krug
„Es ist faszinierend, wie die vergangenen Monate auch bei uns intern als Beschleuniger gewirkt haben“, so Mammut-Chef Oliver Pabst im Gespräch mit der TW. „In Themen wie innere Haltung, Gender Equality und Diversität, bislang eher untergeordnete Themen, hat angetrieben durch unsere Mitarbeiter eine Sensibilisierung stattgefunden, welche bereits konkrete Projekte angestoßen hat.“
„Es ist faszinierend, wie die vergangenen Monate auch bei uns intern als Beschleuniger gewirkt haben“, so Mammut-Chef Oliver Pabst im Gespräch mit der TW. „In Themen wie innere Haltung, Gender Equality und Diversität, bislang eher untergeordnete Themen, hat angetrieben durch unsere Mitarbeiter eine Sensibilisierung stattgefunden, welche bereits konkrete Projekte angestoßen hat.“

Mit der Ernennung von Adrian Margelist als Kreativ-Chef sorgte Mammut-CEO Oliver Pabst Anfang 2017 für Aufsehen. Schließlich war Margelist bis dato vor allem als Mode- und Accessoires-Designer bekannt. Knapp vier Jahre später hat Margelist Mammut verlassen.

 Doch das ist nicht die einzige Veränderung. Auch andere Verantwortlichkeiten wurden neu verteilt. Im TW-Interview spricht Pabst über die neuen Strukturen, neue Prioritäten und die Zukunft von Delta X.

TW: Sie haben Adrian Margelist zu Mammut geholt, um der Marke eine neue Handschrift zu geben. Mission completed?
Oliver Pabst: Auf Produktseite auf jeden Fall. Adrian und seinem Team ist es hervorragend gelungen, eine neue zeitgemäße Handschrift über alle Produktgruppen hinweg zu entwickeln – mit den dafür notwendigen Highlights und Innovationen. Jetzt kommt die nächste Phase.

Was wird diese Phase prägen?
Wir müssen noch viel stärker an den Konsumenten denken. Das spiegelt sich in unserer neuen Organisation wider. Wir glauben zum Beispiel, dass die Verantwortung für das B2B und das B2C-Geschäft in einer Hand liegen muss, und zwar in der von Oliver Arndt als Chief Commercial Officer. Matthias Hanny hat als bisheriger Leiter des B2C-Geschäfts eine hohe Digital-Expertise, die er jetzt in seinen neuen Verantwortungsbereich Brand&Consumer einbringt. Und mit Maximilian Lenk als Chief Product Officer geben wir dem Thema Supply Chain mehr Gewicht in der Geschäftsleitung, und zwar End to End, vom Design bis zum Produktionsprozess. Das ist unglaublich wichtig, auch im Hinblick auf das Thema Sustainability.

Stichwort Highlights: Mit der urbanen Linie Delta X hat Mammut ein Zeichen für Premium und für Design gesetzt. Haben Sie genügend Kunden dafür begeistern können?
Urbaneering ist und bleibt ein fester Bestandteil unserer Kollektion. Delta X integrieren wir nun in diesen Urbaneering-Part. Bisher ist die Bedeutung dieses Parts je nach Region noch sehr unterschiedlich, in Asien ist er schon sehr viel präsenter. Aber ich bin davon überzeugt, dass das auch bei uns noch sehr wichtig wird und sich Outdoor entwickelt ‚von Protection hin zu Projection‘: Die Menschen wollen zeigen, dass sie dazugehören, dass sie die Fähigkeiten haben, um auf den Berg zu gehen. Und so wie etwa der Erfolg einer Brand wie Vans auf Skaten beruht, hat auch Outdoor die Kraft, Brands attraktiv und begehrlich zu machen. Welche Partner und welche Kanäle dann für diesen Part die richtigen sind, wird sich zeigen – bislang läuft es vor allem D2C.

„Wir werden gestärkt aus dieser Phase kommen. Die Vororder SS 21 liegt in Summe weit über unseren Erwartungen.“
Mammut
„Wir werden gestärkt aus dieser Phase kommen. Die Vororder SS 21 liegt in Summe weit über unseren Erwartungen.“
Dass Mammut zum Verkauf steht, ist seit Ende 2019 bekannt. Ursprünglich hätte der Verkauf bis Ende 2020 abgeschlossen sein sollen, Corona-bedingt gibt sich der Mutterkonzern Conzzeta mit dem Verkauf noch etwas Zeit. Wie lange läuft Ihr Vertrag eigentlich noch?
Das ist aber eine sehr persönliche Frage (lacht). Ich kann nur immer wieder sagen, dass diese Aufgabe hier für mich ein Geschenk ist. Gemeinsam werden wir das Unternehmen jetzt weiterentwickeln, die Kernthemen Sustainability und Digitalisierung weiter vorantreiben.
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