Die strategischen Beteiligungen im In- und Ausland, mit denen das schwächelnde Retail-Geschäft kompensiert werden soll, haben den britischen Sport-Retailer Sports Direct International plc im zurückliegenden Geschäftsjahr (29. April) viel Geld gekostet. So sank der ausgewiesene Gewinn vor Steuern um 72,5% auf 77,5 Mio. Britische Pfund (86,8 Mio. Euro). Der Nettogewinn brach sogar von 231,7 auf 27,6 Mio. GBP ein. Als Hauptursache nennt der Konzern die Erhöhung der Beteiligung an der kriselnden britischen Kaufhauskette Debenhams von 16 auf 21% im August vergangenen Jahres.

Zwar stieg der Umsatz im gleichen Zeitraum um 3,5% gegenüber dem Vorjahr und beläuft sich nun auf 3,36 Mrd. GBP. Dies ist allerdings im Wesentlichen auf die Übernahme der US-amerikanischen Outdoor-Filialisten Bob's Stores und Eastern Mountain Sports mit ingesamt 49 Filialen zurückzuführen. Zudem expandierte der Konzern mit Sports Direct-Läden in Malaysia, dort wurden in 2017 fünf neue Stores eröffnet. Insgesamt führte das zu einer Versiebenfachung der Erlöse außerhalb Europas auf 192,4 Mio. GBP.

Währenddessen schwächelt die Europa-Sparte, ohne den Heimatmarkt Großbritannien, weiter: die Umsätze sanken von 637,9 auf 637,2 Mio. GBP (-0,1%). Bereinigt um eine zusätzliche Verkaufswoche und günstige Wechselkursveränderungen liegt das Minus sogar bei 3,5%. Im Heimatmarkt UK gingen die Erlöse ebenfalls zurück, um 2% auf 2,18 Mrd. GBP.
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