Der Einzelhandelsverband HDE hat einen Sondertarif für die Live-Übertragung von Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft in Geschäften ausgehandelt. Dieser beträgt für HDE-Mitglieder 85,25 Euro brutto, wenn der Raum, in der die Leinwand oder der Großbild-Fernseher steht, maximal 200m² groß ist. Das sind 146 Euro weniger, als der Musikrechteverwalter Gema regulär verlangt. In der Größenordnung bis 400m² werden 170,49 Euro fällig. Die Ersparnis liegt bei rund 61 Euro. Einzelhändler ohne HDE-Mitgliedschaft zahlen dank der Sondervereinbarung 106,56 Euro bzw. 213,12 Euro.

Die Gebühren werden fällig, weil ARD und ZDF in den WM-Sendungen Nationalhymnen wiedergeben. Zudem wird in den Pausen Werbung mit Musik gespielt. Auch für die Kommentare der Reporter gibt es urheberrechtliche Ansprüche. Die Gema treibt das Geld nicht nur für sich ein, sondern auch für die Verwertungsgesellschaften GVL, VG Wort und VG Media.



Zusätzliche GEZ-Gebühren werden nicht fällig. Der Grund: Seit 2013 müssen Unternehmen die Gebühren abhängig von der Zahl der Mitarbeiter zahlen. Die Zahl der aufgestellten Fernseher ist egal.

Nähere Informationen hat der HDE in einem Merkblatt zusammengefasst.

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