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Moderates Umsatzminus im Gesamtjahr

Puma: Umsatz- und Ergebnisplus im vierten Quartal

Robert Ashcroft / Puma
Trotz eines kleinen Sprungs nach vorne im letzten Quartal verliert auch Puma im Corona-Jahr.
Trotz eines kleinen Sprungs nach vorne im letzten Quartal verliert auch Puma im Corona-Jahr.

Dank eines Umsatzwachstums im Abschlussquartal hat Puma im Gesamtjahr nur 5% verloren. Die Erlöse sanken 2020 auf 5,234 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis brach allerdings um mehr als zwei Drittel ein auf 78,9 Mio. Euro. Unter Beobachtung steht jetzt vor allem die Schuh-Sparte.

Noch Ende Oktober wollte Puma-Chef Bjørn Gulden keine Prognose für das Gesamtjahr abgeben. Nun zeigt sich: Nach einem sehr starken dritten Quartal mit einem Umsatzplus von 7,2% konnte Puma auch im Abschlussquartal weiter wachsen. Die Umsätze stiegen um 2,8% auf 1,52 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um 14,6% auf 63 Mio. Euro, das Konzernergebnis stieg sogar um 38,8% auf 24,7 Mio. Euro.


Im Gesamtjahr sanken die Umsätze um 4,9% auf 5,234 Mrd. Euro, insbesondere aufgrund eines sehr schwachen zweiten Quartals. Das operative Ergebnis liegt bei 209 Mio. Euro nach 440 Mio. Euro im Vorjahr. Das Konzernergebnis sinkt auf 78,9 Mio. Euro nach 262,4 Mio. im Vorjahr.

Mehr Umsatz mit Bekleidung als mit Sneakern

Besonders positiv entwickelte sich im Schlussquartal die Bekleidung: Textilien verzeichneten mit einem Plus von 9,9% den stärksten Umsatzanstieg. Die Umsätze mit Schuhen konnten währungsbereinigt um 3,8% gesteigert werden, in Euro waren sie allerdings um 3,3% rückläufig. Das liegt unter anderem daran, dass es vor allem eine hohe Nachfrage nach Basketballschuhen gibt – ein Geschäft, das bislang vor allem in den USA stattfindet. Von Oktober bis Dezember machte Puma in Summe also sogar etwas mehr Umsatz mit Bekleidung (641,1 Mio. Euro) als mit Sneakern (640,9 Mio. Euro). Eine Entwicklung, die spannend zu beobachten sein wird. Denn ein starkes Schuh-Business ist eine unverzichtbare Säule für eine relevante Sport-Brand.


Wachsene Umsätze erzielte Puma sowohl mit Handelspartnern als auch im Direct-to-Consumer-Geschäft (DTC): Das Großhandelsgeschäft stieg währungsbereinigt um 4,6% auf 1,018 Mrd. Euro. Das DTC-Geschäft, das sowohl eigene Einzelhandelsgeschäfte als auch den Bereich E-Commerce umfasst, stieg währungsbereinigt um 19,3% auf 502 Mio. Euro, angetrieben durch ein starkes Wachstum im E-Commerce von 57,2%.
Im Gesamtjahr stieg der DTC-Anteil von 25,4% auf 27,2% des Gesamtumsatzes.

Positiver Ausblick

„Wir sehen, dass Menschen auf der ganzen Welt mehr Sport machen möchten, sobald die Bedingungen es zulassen und sie haben auch während der Pandemie weiterhin neue Sneaker und Sportbekleidung gekauft“, so Gulden. „2020 war definitiv das schwierigste Jahr, das ich jemals erlebt habe. Die Covid-19-Pandemie hat uns mit einer nie zuvor da gewesenen Situation konfrontiert. Wir glauben, dass wir bisher so gut wie möglich durch diese Krise gekommen sind und jeden Tag die Probleme, die sich uns gestellt haben, bewältigt haben, ohne dabei unser mittelfristiges Wachstumspotenzial zu beeinträchtigen.“

Trotz kurzfristiger negativer Auswirkungen durch die Pandemie gibt er einen vorsichtig optimistischen Ausblick: „Die Pandemie ist leider immer noch präsent und wirkt sich negativ auf unser Geschäft aus. Wir gehen davon aus, dass sich diese negativen Auswirkungen im ersten und teilweise zweiten Quartal fortsetzen werden, aber wir erwarten eine Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte. Ich bin davon überzeugt, dass 2021 ein besseres Jahr für uns wird als 2020.“ Der Konzern erwartet „zumindest einen moderaten“ währungsbereinigten Anstieg der Umsätze und eine „deutliche Verbesserung“ des Ergebnisses, sowohl des operativen Ergebnisses als auch des Konzernergebnisses.

Anhaltend starke Entwicklung in Europa

In der EMEA-Heimatregion konnte Puma trotz der negativen Auswirkungen der seit November geltenden Shutdown-Maßnahmen weiter wachsen und legte um 5,1% auf 492,1 Mio. Euro zu. Im Gesamtjahr konnten die Erlöse mit -0,9% nahezu gehalten werden (1,982 Mrd. Euro).
Das stärkste Wachstum im Quartal erzielte der Konzern im Raum Asien/Pazifik. Vor allem eine starke Entwicklung im Großraum China sorgte für ein Plus von 8,2% auf 480,5 Mio. Euro. Im strategisch wichtigen Amerika-Geschäft gewann Puma in Q4 währungsbereinigt 6,1%. In Euro musste allerdings ein Minus von 3,3% auf 547,5 Mio. Euro verbucht werden.

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