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Musiker für Milliarden

Rapper Drake bekommt eigene Nike-Linie

Nike
Auf den Spuren von Yeezy, Ivy Park und Fenty: Mit Superstar Drake will jetzt auch Nike mit der Sub-Line eines Musikers durchstarten.
Auf den Spuren von Yeezy, Ivy Park und Fenty: Mit Superstar Drake will jetzt auch Nike mit der Sub-Line eines Musikers durchstarten.

Große Erwartungen: Am 18. Dezember sind die ersten Teile der neuen Nike-Linie Nocta erhältlich. Mit Nocta erhält Rap-Star Drake eine eigene Sub-Line mit Swoosh. Nikes Mitbewerbern haben solche Künstler-Kooperationen schon Milliarden-Umsätze beschert. Under Armour hingegen wählt einen anderen Weg.

„Ich hatte immer das Gefühl, dass es für Nike eine Chance wäre, sich mit einem Künstler auf die gleiche Weise zusammenzutun wie mit einem Sportler“, so Drake zu seiner Kooperation mit der größten Sportmarke der Welt. „Ich dachte darüber nach, wie verrückt es wäre und was so ein Deal mit Nike für einen Künstler bedeuten würde.“ Sein Kindheitstraum hat sich erfüllt. Kommende Woche kommen die ersten Teile auf den Markt, die mit Nocta und dem Swoosh gebrandet sind. Der Name des Labels soll eine Anspielung auf Drakes nächtlichen Schaffensprozess sein.

„Egal ob man in Toronto, London oder Paris ist, es gibt diesen einheitlichen Look - Nike Tech Fleece, die Handschuhe, die Mütze“, so Drake weiter. „Ich wollte ein Stück dieser Kultur nehmen, mit der ich aufgewachsen bin, diese Denkschule, und das Beste daraus machen. Mit Nocta haben wir versucht, die härteste Jacke, den härtesten Trainingsanzug, die härtesten Handschuhe zu machen.“

Es geht also offenbar nicht in erster Linie um Sneaker – dem Business, in dem normalerweise Künstler mit limitierten Drops die Kassen der Brands klingeln lassen. Wie etwa bei Nikes Zusammenarbeit mit Hip Hop-Star Travis Scott, derzeit neben Ausnahme-Designer Virgil Abloh einer der wichtigsten Star-Partner außerhalb des Sport-Kosmos.

Die Benchmark für eine Musiker&Sportbrand-Kooperation hat in den vergangen Jahren zweifellos Yeezy gesetzt. Konkrete Zahlen nennen Kanye West und Adidas zwar nicht, im vergangenen Jahr berichtete aber die New York Times von einem möglichen Jahresumsatz von 1,3 Mrd. Dollar. Sehr erfolgreich ist auch das Adidas-Projekt Ivy Park in Zusammenarbeit mit Mega-Star Beyoncé. In den USA war der zweite Drop innerhalb von 24 Stunden komplett ausverkauft.

Auch Puma konnte vom Buzz um Mega-Stars aus der Musik profitieren: Hier fiel Startschuss für Rihannas Label Fenty. Eine Kooperation, die Puma vor allem bei den Frauen massiv vorangebracht hat. Mittlerweile ist Fenty Teil der LVMH-Familie.

Einen anderen Weg wählt hingegen Under Armour. Hier hat mit Basketball-Spieler Stephen Curry der Top-Star der Golden State Warriors seine eigene Linie erhalten. Diese Benchmark wiederum setzt Nike: Die Sub-Brand Jordan hat Ende 2019 die Milliarden-Dollar-Grenze überschritten - beim Quartalsumsatz.
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