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Aktienkurs schießt zum Handelsbeginn um 50% nach oben

On feiert erfolgreiches Börsendebüt

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Die fünf On-Chefs vl.li.: Olivier Bernhard, Martin Hoffmann, David Allemann (klatschend), Marc Maurer und Caspar Coppetti (mit Kappe) beim Lauf an die New Yorker Börse.
Die fünf On-Chefs vl.li.: Olivier Bernhard, Martin Hoffmann, David Allemann (klatschend), Marc Maurer und Caspar Coppetti (mit Kappe) beim Lauf an die New Yorker Börse.

Ist notiert: Seit heute werden Aktien des Schweizer Running-Spezialisten On an der New Yorker Börse gelistet. Der mit Spannung erwartete IPO stieß auf reges Interesse der Investoren.

Das Läuten der Glocke durch die Börsenneulinge ist ein gelerntes Bild. Das Läuten lassen sich auch die fünf On-Chefs nicht nehmen – ein Bild von größerer Symbolkraft ist allerdings das vom Lauf an die Börse gemeinsam mit insgesamt 100 Mitgliedern der On Running-Community.


Dieser mit Spannung erwartete Börsengang – nach Sportradar der zweite IPO eines Schweizer Unternehmens in New York innerhalb einer Woche – stieß bei den Investoren auf großes Interesse. Zunächst wurde ein Ausgabepreis von 18 bis 20 Dollar angepeilt, diese Spanne wurde am Montag zunächst auf 20 bis 22 Dollar erhöht. In diesem Szenario erwartete das Unternehmen Netto-Erlöse in Höhe von 497 Mio. Dollar. Letzten Endes lag der Ausgabepreis dann sogar bei 24 Dollar. Gelistet wird die Aktie der On Holding unter dem Kürzel ONON. Das Interesse am ersten offiziellen Handelstag war riesig. Kurz nach offiziellem Handelsstart schoss der Kurs bis gegen 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit um 50% auf 35,92 Dollar hoch. 

Nur elf Jahre nach der Gründung ist On damit ein mit mehr als 6 Mrd. Dollar bewerteter Börsenkonzern geworden. Und der Run auf On-Schuhe ist ungebrochen. 2020 hat das Unternehmen satte 425 Mio. Franken (397 Mio. Euro) erlöst – das waren 59% mehr als im Vorjahr. Im laufenden Jahr hat das Geschäft sogar weiter Fahrt aufgenommen: Allein von Januar bis Juni 2021 hat On einen Umsatz in Höhe von 316 Mio. Franken gemacht – 85% mehr als 2020.


Dabei ist On profitabel: In den ersten sechs Monaten verdiente das Unternehmen 3,8 Mio. Franken. 2020 stand noch ein Verlust von 27,5 Mio. Franken in den Büchern, allerdings konnte das bereinigte Ebitda auch schon im vergangenen Jahr um 66% auf 50 Mio. Franken gesteigert werden.


Notiert werden 31,1 Millionen Aktien. Rund ein Fünftel davon (5,7 Millionen) verkaufen die On-Chefs David Allemann, Olivier Bernhard, Caspar Coppetti, Martin Hoffmann und Marc Maurer. Um mögliche Mehrzuteilungen (Greenshoe-Option) abzudecken, können die Konsortialbanken weitere 3,8 Millionen Stammaktien sowie zusätzlich rund 850.000 Aktien der Manager erwerben.

Zum Kauf stehen allerdings nur sogenannte Stammaktien der Klasse A. Stimmrechtsaktien der Klasse B dürfen die Chefs nur mit Zustimmung der anderen vier Mitstreiter verkaufen. Mit dieser Konstellation stellen sie sicher, dass sie auch künftig das Sagen haben. Für Investoren zweifellos ein Risiko, das im SEC-Filing allein auf mehreren Seiten dargestellt wird.

Am meisten zu sagen hat also vor und nach dem Börsengang Olivier Bernhard. Er hat dem jüngsten Filing (Stand: 13. September) zufolge künftig 18,9% der Stimmrechte, Caspar Coppetti 17,7%, David Allemann 16,7%, Martin Hoffmann 3,1% und Marc Maurer 3%. Gemeinsam mit den Großaktionären Point Break Capital, Stripes, HH OAG Holdings HK sowie den Direktoren Alex Perez und Kenneth Fox halten sie auch künftig 75,5% der Stimmrechte und 50,8% am Unternehmen.

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