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Nach Presseberichten über mögliche Interessenkonflikte

Ann Hebert verlässt Nike

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Seltene Nike-Styles wie eine frühere Version des Air Mag Back To The Future werden online für über 17.000 Dollar (14.100 Euro) pro Paar gehandelt.
Seltene Nike-Styles wie eine frühere Version des Air Mag Back To The Future werden online für über 17.000 Dollar (14.100 Euro) pro Paar gehandelt.

Die Nordamerika-Chefin von Nike, Ann Hebert, ist überraschend zurückgetreten. Grund war ein Pressebericht über die Sneaker Resale-Plattform ihres Sohnes. Hebert war bislang Vice President und General Manager des Nordamerika-Geschäfts des US-amerikanischen Sportartikel-Konzerns.

Ein Bericht in der Bloomberg Businessweek beleuchtet den beruflichen Werdegang von Joe Hebert, der seinen Lebensunterhalt nach einem abgebrochenen College-Studium als Sneaker-Händler verdient. Unter dem Spitznamen West Coast Joe setzt der 30-jährige, dessen Firmenkreditkarte angeblich auf den Namen seiner Mutter ausgestellt ist, dem Zeitungsartikel zufolge monatlich Hunderttausende von Dollars mit dem Wiederverkauf von hoch nachgefragten Sneakers um. 

In diesem Zusammenhang wuchs bei Marktbeobachtern und passionierten Sneakerheads der Verdacht, dass Hebert zumindest einen Teil dieser nur schwer erhältlichen Limited Edition-Sneakers direkt über seine Mutter bekommen hat, und damit den Wettbewerb um die hart umkämpften Limited Edition-Drops auf Plattformen wie der Nike-App umgehen konnte. 

Von Ann Hebert, die insgesamt 25 Jahre für Nike gearbeitet hat, war bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme zu erhalten. Nike will bereits in Kürze einen neuen Chef für die Region bekannt geben.

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