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Nach Verkaufs-Ankündigung des Mutterkonzerns

Mammut-CEO: „Wir brauchen einen stärkeren Footprint in Asien”

Thomas Fedra
Oliver Pabst, Mammut: „Das ganze Management-Team ist extrem committed und will diese Transformation zu Ende bringen.“
Oliver Pabst, Mammut: „Das ganze Management-Team ist extrem committed und will diese Transformation zu Ende bringen.“

Mammut ist auf Kurs. Das 2016 eingeleitete Strategie-Programm greift. Dennoch steht der Bergsport-Spezialist jetzt zum Verkauf. Aber nicht nur Mammut: Die Mutter, der Mischkonzern Conzzeta, will sich künftig nur noch auf ein einziges Geschäftsfeld konzentrieren.

„Wir hatten bei Mammut im Rahmen des 5-Jahresprogramms drei Schwerpunkte definiert“, so ein Sprecher. Bei den Themen Product&Brand sowie beim Ausbau der digitalen Vertriebskanäle habe man sehr gute Fortschritte gemacht. „Bei der Internationalisierung bestehen die größten Herausforderungen.“ Man sei aber der Meinung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt sei, um das Potenzial, das Mammut habe, international auszurollen.

Vor der Herausforderung, das Geschäft global zu entwickeln, stünden allerdings alle vier Bereiche. „Daher haben wir uns entschieden, uns auf unseren größten Geschäftsbereich mit den langfristig besten Erfolgschancen zu konzentrieren.“ Bei der Suche nach einem Käufer für Mammut beginne man „nicht bei Null“.

Die Mitarbeiter hätten die Nachricht extrem positiv aufgenommen, so Mammut-Chef Oliver Pabst. Die Entscheidung für den Verkauf sei keine Entscheidung gegen Mammut, sondern Ergebnis einer strategischen Neuausrichtung von Conzzeta. Das sei bei den Mitarbeitern angekommen.

„Wir haben bewiesen, was wir können“, so Pabst. Er ist davon überzeugt, dass dieser Weg, den Mammut Ende 2016 eingeschlagen hat, mit einem starken Partner oder Investor noch erfolgreicher beschritten werden kann. „In einem ersten Schritt müssen wird einen noch stärkeren Footprint in Asien, allen voran Japan und China, erarbeiten. In einer zweiten Ausbaustufe folgt dann Nordamerika.“ Er betont allerdings, dass Mammut auch in den Kernmärkten noch viel zu tun habe.

Sieht er seine Mammut-Mission erfüllt? „Ich möchte das gar nicht an meiner Person festmachen“, sagt Pabst. „Das ganze Management-Team ist extrem committed und will diese Transformation zu Ende bringen.“


Im Sport-Markt hat es in jüngster Zeit einige prominente Übernahmen gegebeben. Die finnische Amer Sports-Gruppe (u.a. Salomon, Peak Performance, Arc'teryx, Atomic) ist inzwischen Teil des chinesischen Konzerns Anta Sport. Neben der Sports-Fashion Brand Fila, deren China-Geschäft die Gruppe im Jahr 2009 übernommen hat, vertreibt Anta auch die japanische Sport-Brand Descente, den Outdoor-Spezialisten Kolon Sport, die Sneaker-Brand Sprandi sowie den Kidswear-Anbieter Kingkow in China.

Die deutsche Outdoor-Marke Jack Wolfskin wiederum ging vor rund einem Jahr an die US-amerikanische Callaway Golf Company. Einer der jüngsten Wechsel-Kandidaten ist die Surfmarke Hurley, die diesen Dezember von Nike an Bluestar Alliance LLC verkauft werden soll. Zur 2006 von Joseph Gabbay und Ralph Gindi gegründeten Bluestar Alliance aus Beaverton/Oregon gehören unter anderem die Labels Michael Bastian, Bebe, Tahari, Kensie, Limited Too, Brookstone, Nanette Lepore, Catherine Malandrino, Joan Vass sowie English Laundry. Das Unternehmen steht nach eigenen Angaben für Handelsumsätze, die im laufenden Jahr die 3 Mrd. US-Dollar-Hürde (2,7 Mrd. Euro) nehmen sollen.
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