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Nach vier Jahren Entwicklungszeit

Puma präsentiert leichtestes Performance-Shirt

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Leicht, leichter, Ultraweave. Nach vier Jahren Entwicklungszeit präsentiert sein Puma sein leichtestes Fußball-Jersey.
Leicht, leichter, Ultraweave. Nach vier Jahren Entwicklungszeit präsentiert sein Puma sein leichtestes Fußball-Jersey.

Mit Ultraweave hat Puma ein Fußball-Trikot vorgestellt, das nur halb so viel wiegt wie ein herkömmliches Puma-Shirt. Es soll nicht bei Fußball-Trikots bleiben.

Die neue Technologie wurde erstmals am 6. Oktober präsentiert, als die italienische Fußballnationalmannschaft der Männer sie beim Halbfinalspiel der Nations League gegen Spanien in Mailand trug. Das gleiche T-Shirt wird auch die italienische Frauen-Nationalmannschaft bei ihren nächsten Spielen tragen.

Vier Jahre lang hat Puma an Ultraweave geforscht und mit Puma-Athleten getestet. Das Trikot besteht aus einem sehr leichten, dennoch sehr reißfesten zweidimensionalen Rip-Stop-Gewebe mit mechanischem Vier-Wege-Stretch. Ein Utraweave-Shirt in Größe M wiegt etwa 100 Gramm, anders als ein normales, ähnliches Puma-T-Shirt mit etwa 200 Gramm. Ultraweave besteht aus Drycell, einem recycelten Polyester, das schnell trocknet und die Wasseraufnahme reduziert. Es soll zudem sehr strapazierfähig und atmungsaktiv sein.

Das Shirt wurde nach einem speziell entwickelten Muster entworfen und hergestellt, wodurch die Anzahl der Nähte und Stiche im T-Shirt verringert wird. Außerdem verfügt es über eine neue Drucktechnik für Logos, die leichter und atmungsaktiver sein sollen.

"Unsere Athleten wollten etwas Leichteres und Schnelleres, das ihnen hilft, die auf höchstem Niveau erforderlichen marginalen Fortschritte zu erzielen. Deshalb haben wir vier Jahre lang getestet und entwickelt, um das leichteste Fußballtrikot zu entwickeln, das wir je hergestellt haben", sagt Stefano Favaro, Creative Director Teamsport bei Puma.



Jordan Peng ist Teamhead Design Teamsport Apparel bei Puma
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Jordan Peng ist Teamhead Design Teamsport Apparel bei Puma

Jordan Peng, Teamhead Design Teamsport Apparel, Puma, erklärt, wie Ultraweave entstanden ist und welche zukünftigen Einsatzmöglichkeiten er sieht.

TextilWirtschaft: Wird es Ultraweave in Zukunft auch für Hobby-Kicker, Fans oder auch als Lifestyle-Produkt geben? 
Jordan Peng: Dieser Stoff wurde für Puma entwickelt und ist für verschiedene Verwendungszwecke, Arten und Wiederholungen gedacht und er wird über den Fußball hinaus verwendet werden. Wie das aussehen kann, testen wir derzeit. Fans werden das Trikot aber sehr wohl kaufen können.

Wann wird es erhältlich sein?
Das Trikot wird 2022 erhältlich sein.

Was wird es kosten?
150 Euro.

Was war die größte Herausforderung bei der Entwicklung?
Es handelt sich um einen gewebten Stoff, der traditionell nicht für T-Shirts verwendet wird. Es gibt zwar welche auf dem Markt, aber das sind in der Regel Lifestyle-Produkte. Und das war die eigentliche Herausforderung. Die größte Einschränkung ist, dass es nicht wie ein Polyestertrikot passt, das wir von früher kennen. Deshalb mussten wir viele Tests durchführen und viele Muster herstellen, um die richtige Passform zu finden. Wir mussten ein Produkt entwickeln, das sich wie ein Hochleistungsprodukt anfühlt und sich dem Körper anpasst, aber auch genügend Bewegungsfreiheit für den Athleten bietet.

Was haben Sie aus dem Ultraweave-Entwicklungsprozess gelernt?
Wir mussten den Prozess im Vergleich zu vielen anderen Stoffen, die wir zuvor verwendet hatten, völlig neu überdenken. Es war eine Art Neuanfang, alles von Grund auf zu lernen und zu wissen, was wir tun können und was nicht, und wie wir bestimmte Funktionen erreichen können. Es war ein wirklich forschender und aufregender Prozess.

Wie sieht es mit Ihren Anforderungen an mehr Nachhaltigkeit aus?
Bei Puma wollen wir eine nachhaltige Marke sein. Deshalb werden alle unsere Trikots aus recyceltem Polyester hergestellt, und auch dieses Ultraweave-Trikot erfüllt die Puma-Standards für recycelte Produkte.

Bleibt die neue Techonologie den italienischen Profis vorbehalten?
Nein. Es war eine fantastische Gelegenheit, es zum ersten Mal beim Spiel Italien-Spanien zu präsentieren, aber diese Puma-Technologie wird man bei allen Mannschaften und Verbänden sehen.

 

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